Hamburg - Die Ostseeinsel Hiddensee ist seit vergangener Woche völlig isoliert. Am späten Montagabend scheiterte der Eisbrecher "Ranzow" beim Versuch, die Insel von Norden her anzusteuern. Das 33 Meter lange Schiff, das Lebensmittel auf die Insel bringen und einige Urlauber von dort abholen sollte, habe die inzwischen bis zu 30 Zentimeter dicke Eisdecke zum Vitter Bodden nicht brechen können, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Stralsund am Dienstag. Die "Ranzow" musste umkehren.
Zur Versorgung der Insel und zur Evakuierung von Urlaubern soll nun mindestens ein Hubschrauber geschickt werden. Der Einsatz werde derzeit vorbereitet, sagte Rügens Leiter für Katastrophenschutz und Rettungsdienst, Karsten Lange. Nach Angaben des Hiddenseer Bürgermeisters Manfred Gau warten derzeit etwa 100 Urlauber auf ihre Heimreise. Die Kosten für den Rücktransport müssen sie selbst tragen.
Höchste Warnstufe für Nordrhein-Westfalen
Deutschlandweit bleibt es bei Schneefällen und heftigen Winden, die für schwere Schneeverwehungen sorgen können: "Wir haben die höchste Warnstufe in Nordrhein-Westfalen", sagte Meteomedia-Meteorologe Andreas Wagner SPIEGEL ONLINE. "Im Bergischen Land und im Hochsauerland liegen schon bis zu 50 Zentimeter Schnee." Am Dienstag seien bis zu 20 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Bei milder Luft werde der Niederschlag feucht und schwer.
Wagner warnt vor Schneebruch: "Äste können abreißen oder sogar Bäume umfallen. Es besteht erhöhte Gefahr von Dachlawinen. Bei Windstärke 8 bis 9, Sturmböen, wird es Schneeverwehungen geben. Das öffentliche Leben ist stark eingeschränkt."
Für den Osten Deutschlands sind Windwarnungen vorausgesagt. Tief "Miriam" sorge auch hier für starke Niederschläge und wie überall in höheren Lagen für Schneeverwehungen. Im Schwarzwald und auf dem Brocken könne der Wind bis zu 100 Kilometer schnell werden. "Das ist sehr gefährlich", warnte Wagner. "Im Laufe des Dienstags werden mildere Temperaturen im Westen aus Schnee Regen machen. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 400 Meter."
Die Schneemassen werden in den Innenstädten Mecklenburg-Vorpommerns immer mehr zum Problem. Die Stadt Schwerin lässt die weißen Hindernisse an einigen Straßen per Lastwagen abtransportieren. Der Schnee werde auf einer Freifläche abgelagert, sagte Stadtsprecherin Michaela Christen am Dienstag. Die Schneeberge an den Straßen seien so groß, dass Autos nicht mehr parken könnten.
"Rekordverdächtige Gesamtschneehöhe"
Wo bereits Schnee liege, gebe es "eine große Matsche". In tieferen Lagen, wo der Schnee bereits getaut sei, führe der zu erwartende Regen zu Glatteis. Die Temperaturen im Westen liegen bei 2 bis 3 Grad, in der Osthälfte und im Süden null bis minus vier Grad.
Am Dienstagabend sei vor allem in Ost- und Norddeutschland wieder Schneefall zu erwarten. "Gerade da, wo es schon problematisch ist, an den Küsten, gibt es 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee", so Wagner. In Greifswald und Umgebung werde "eine rekordverdächtige Gesamtschneehöhe" erwartet.
Vor allem im Verkehr sei Vorsicht geboten: Im gesamten Bundesgebiet drohe die Gefahr von Schneeverwehungen. Vor allem Bundesstraßen könnten durch Schnee anliegender Felder innerhalb kürzester Zeit dicht verschneit sein.
Für die kommende Nacht sind laut Meteomedia an der Oder, in Sachsen, Thüringen und Teilen Bayerns heftige Schneefälle zu erwarten. In der Westhälfte sind demnach die Temperaturen vorübergehend mild, gebietsweise mit Regen, in der Nordhälfte gibt es Frost.
Das ist auch die Voraussage für die kommenden Tage: Im Nordosten kalt mit Schneefall, im Westen milder mit Regenfällen.
bea/jjc/dpa
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Dabei hatten die doch in Kopenhagen beschlossen, dass es ab sofort nicht wärmer als 2 Grad werden soll... mehr...
Diesesmal meckere ich nicht wieder über den Winter. Alles nur nicht diese brütende Hitze. mehr...
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UNd es ist auch dieses Jahr wieder Sommer geworden und gar nicht mal soooo kalt, eher schon verdammt warm. Warum höre ich eigentlich immer noch keine aktuellen Klagelieder zur Klimakatastrophe und globalen Erwärmung von Merkel [...] mehr...
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