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03.02.2010
 

Winterwetter

Im Norden bleiben Schulen geschlossen

Das Chaos auf Deutschlands Straßen hält weiter an. Glätte und Schneeverwehungen führten bundesweit zu Unfällen, bei denen mindestens zwei Menschen starben. Nur die Schüler im Norden der Republik können sich freuen: Viele von ihnen dürfen heute zu Hause bleiben.


Hamburg - Im niedersächsischen Dannenberg kam ein 39 Jahre alter Autofahrer ums Leben, als er auf spiegelglatter Straße die Kontrolle über seinen Wagen verlor und in einen Lastwagen rutschte. Der Fahrer des Sattelschleppers überstand die Kollision unverletzt. Im bayerischen Sulzemoos (Landkreis Dachau) verlor eine 70-Jährige am Dienstagabend die Kontrolle über ihr Auto und fuhr gegen einen Baum. Sie starb kurz darauf in einer Klinik.

In ganz Bayern führten Schneefälle und Schneeverwehungen in der Nacht zu starken Verkehrsbehinderungen. Straßen waren unpassierbar, Autos blieben in Schneeverwehungen liegen. Die Autobahn 9 wurde bei Plech (Landkreis Bayreuth) von steckengebliebenen Lastwagen zwei Stunden lang komplett blockiert.

Schulausfall im Norden

Die Schüler im Norden können sich über die anhaltenden Niederschläge und Kälte freuen: Landesweit bleiben am Mittwoch in Schleswig-Holstein die Schulen geschlossen. Auch in weiten Teilen Niedersachsens fiel der Unterricht am Mittwoch aus. Damit verlängern sich für zahlreiche Schüler die kurzen Ferien, die sie wegen der Zeugnisausgabe am Montag und Dienstag genießen konnten.

Unterrichtsfrei gaben bereits die Kreise Hildesheim, Holzminden, Peine, Soltau-Fallingbostel, Göttingen, Osnabrück, Cloppenburg, Aurich, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Celle, Gifhorn, Harburg, Leer, Vechta, Friesland, Emsland, Grafschaft Bentheim sowie Uelzen.

Im Kreis Wittmund müssen nur die Schüler auf der Insel Spiekeroog büffeln. Auch die Jungen und Mädchen in den Städten Emden und Wilhelmshaven brauchen nicht zum Unterricht zu gehen.

"Wir können aufgrund der Witterungsverhältnisse keine sichere Schülerbeförderung gewährleisten", hieß es etwa bei der Kreisverwaltung Lüchow-Dannenberg. Für die Betreuung der Kinder, die trotzdem zur Schule kämen, sei aber gesorgt.

Den Schülern in Mecklenburg-Vorpommern bescherte die schlechte Wetterlage schon kurz vor den eigentlichen Winterferien einige Tage schulfrei. So ließ der Kreis Parchim nach den Schneefällen von Dienstagabend am Mittwoch die Schule komplett ausfallen, teilte die Leitstelle in Schwerin am Morgen mit. Im Kreis Nordwestmecklenburg falle zwar nicht der Unterricht an den Schulen, aber der Schülerverkehr komplett aus. In anderen Kreisen, wie Müritz und Mecklenburg-Strelitz, fahren Schulbusse nur auf Hauptstraßen.

Generell gelte, dass Schüler 15 Minuten auf den Schulbus warten müssten und danach als "entschuldigt" gelten, hieß es bei den Schulbehörden. An diesem Freitag endet mit den Halbjahreszeugnissen das erste Schulhalbjahr im Nordosten, danach sind zwei Wochen Winterferien.

Busverkehr steht still in Teilen Niedersachsens

In mehreren Regionen Niedersachsens hatte der Busverkehr schon am Dienstag eingestellt werden müssen. In Celle, Hildesheim, Lüneburg und Osnabrück ging nichts mehr. "So etwas haben wir mindestens seit 20 Jahren nicht mehr gehabt", sagte ein Sprecher des Regionalverkehrs Hildesheim. Die Straßen seien spiegelglatt, die Stadt hat nach eigenen Angaben kein Streusalz mehr. In Osnabrück wurde ein Krisenstab eingerichtet. "Es ist so glatt, und wir haben kein Salz mehr", sagte Sprecherin Katja Diehl. Salz sei aber das einzige, was helfen könne. Das Land Niedersachsen setzte in diesem Winter nach Angaben des Verkehrsministeriums bislang 150.000 Tonnen Salz ein.

Zahlreiche Autofahrer saßen auf den vereisten Straßen fest, die Polizei zählte zudem mehr als hundert Unfälle. Im Raum Tübingen führten schwere Schneeverwehungen in der Nacht zu rund 50 Unfällen. Laut Polizei wurden dabei zwei Menschen schwer verletzt. Starker Wind habe zu den Verwehungen mit teils erheblicher Höhe geführt.

Schwere Behinderungen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern traf das Wetter vor allem die Pendler. Zahlreiche Züge konnten wegen Schneeverwehungen nicht fahren. Auf der Strecke Ueckermünde/Pasewalk-Güstrow fuhren Busse statt Bahnen, teilte die Ostseeland Verkehr GmbH in Neubrandenburg mit. Die Deutsche Bahn bediente am Morgen die Strecken Güstrow-Neubrandenburg-Pasewalk-Stettin sowie Rostock-Wismar nicht.

Die Bahn-Tochtergesellschaft UBB fuhr nicht zwischen Velgast-Barth. Laut der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) in Berlin gibt es zwischen Malchow und Parchim bis voraussichtlich 14 Uhr weder Zugverkehr noch Busse. Auf fast allen anderen Bahnstrecken war mit Verspätungen zu rechnen.

Die ODEG wird zusätzlich durch einen Warnstreik in Brandenburg behindert. Auch bei der Deutschen Bahn ist mit Verspätungen zu rechnen.

Dächer einsturzgefährdet

Einige Dächer hielten den schweren feuchten Schneemassen nicht mehr stand. Im Saarland stürzte das Dach eines Einfamilienhauses ein - die beiden Bewohner kamen dort mit dem Schrecken davon. In Nordrhein- Westfalen mussten in der Nacht zum Mittwoch Hallen und das Remscheider Stadttheater vom Schnee befreit werden, weil Einsturzgefahr bestand.


In Remscheid und Solingen räumte die Feuerwehr die Schneemassen von einsturzgefährdeten Hallen. Insgesamt waren dort 250 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes im Einsatz. Statiker hatten zuvor berechnet, ob die Dächer überhaupt noch betreten werden dürfen. In Wuppertal waren am Dienstag wegen der erwarteten massiven Schnee- und Regenfälle alle 100 Hallen der Stadt gesperrt worden. Ihre Dächer mussten nach Angaben der Feuerwehr nicht geräumt werden.

ala/dpa

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21.07.2010 von saul7: ++

Halb Europa zerfliesst vor Hitze und kommt aus dem Stöhnen nicht mehr heraus und hier wird darüber diskutiert, ob wir den Winter etwa verlernt haben. Ich komme eher zu dem Schluss,fass wir den Sommer möglicherweie verlernt haben [...] mehr...

15.07.2010 von Robert Rostock:

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