Zu diesem Zweck wurde ein Pendelverkehr zwischen dem Fähranleger in Schaprode und dem Sportplatz "Im Witte" auf Hiddensee eingerichtet. In sieben Flügen sollten die SAR-Maschinen (Search and Rescue) jeweils zehn Menschen plus Gepäck ausfliegen. Auf die Frage, wie gefährlich ein solcher Einsatz sei, sagte Cavalleri: "Die Maschinen sind Rettungshubschrauber, die sind robust, entscheidend ist allerdings die Sicht."
Trotz widriger Umstände wurde die Operation schnell durchgeführt. Marinesprecher Achim Winkler bestätigte SPIEGEL ONLINE, dass die Evakuierungsaktion bereits gegen Mittag beendet werden konnte. "123 Menschen wurden von Hiddensee nach Rügen gebracht", sagte der Fregattenkapitän. Der Hubschrauber würde jetzt zurück nach Warnemünde fliegen, der zweite Helikopter noch weitere Versorgungsflüge unternehmen.
"Wir wollen so viele Lebensmittel rüberschaffen, dass das Wochenende abgesichert ist", sagte der Leiter des Katastrophenschutzes im Landkreis Rügen, Karsten Lange. Die Versorgungsflüge sollen den rund 1050 Menschen auf Hiddensee über die Knappheit hinweghelfen.
Die Luftbrücke war bereits am Dienstag mit einem kleinen privaten Hubschrauber angelaufen. Die Aktion musste aber am Nachmittag wegen andauernder Schneefälle unterbrochen werden. Bürgermeister Manfred Gau sagte am späten Dienstagabend in der ARD, jetzt solle versucht werden, die Fahrrinne in der Ostsee freizubekommen. Die einzige Fähre mit Eisbrecher sitzt weiter fest und ist beschädigt.
Linienbusse bleiben in den Depots
Das Schneetief "Miriam" sorgte in ganz Mecklenburg-Vorpommern am Mittwochmorgen für Unfälle und schwere Verkehrsprobleme. Behinderungen traten durch Neuschnee und Verwehungen sowie extreme Straßenglätte auf. Besonders betroffen waren kleinere Straßen in den küstennahen Regionen, wie die Polizei mitteilte. Dort kamen Schüler in den Landkreisen Bad Doberan und Güstrow gar nicht und in vielen anderen Kreisen nur teilweise oder mit Verspätungen in ihre Schulen.
In Westmecklenburg verunglückten im Berufsverkehr mehrere Fahrzeuge auf der eisglatten Autobahn 24 im Kreis Ludwigslust. Sie rutschten von der Fahrbahn und landeten in den Leitplanken. Den Angaben zufolge blieb es bei Blechschäden.
Auch im Bahnverkehr setzten sich Ausfälle, Behinderungen und Verspätungen fort. Die Strecken Güstrow-Neubrandenburg-Pasewalk-Stettin, Malchow und Parchim, Velgast-Barth sowie Rostock-Wismar wurden nicht bedient. Auf offenen Bahnstrecken sei mit Verspätungen zu rechnen, hieß es.
"Miriam" wütet im Frankenwald
Das Tief "Miriam" hat in der Nacht zum Mittwoch auch im Frankenwald seine Spuren hinterlassen. Im Landkreis Kronach mussten Schneeschleudern eingesetzt werden. Wegen Schneeverwehungen und unter der Schneelast gebrochener Bäume ist die Ortschaft Steinbach an der Haide von der Außenwelt abgeschnitten, berichtete die Polizei in Ludwigsstadt. An vielen Schulen wurde auch hier der Unterricht abgesagt. Beim Versuch, ihre Autos in der Nähe von Steinbach am Wald aus den Schneemassen zu schaufeln, verausgabten sich drei Autofahrer so sehr, dass sie vom Rettungsdienst geborgen werden mussten.
Tote und Verletzte auf Deutschlands Straßen
Im niedersächsischen Dannenberg kam ein 39 Jahre alter Autofahrer ums Leben, als er auf spiegelglatter Straße die Kontrolle über seinen Wagen verlor und in einen Lastwagen rutschte. Im bayerischen Sulzemoos (Landkreis Dachau) verlor eine 70-Jährige am Dienstagabend die Kontrolle über ihr Auto und fuhr gegen einen Baum. Sie starb kurz darauf in einer Klinik. Mindestens vier Menschen wurden bei Unfällen schwer verletzt, außerdem gab es mehrere Leichtverletzte.
Im nordhessischen Waldeck kam der Wagen eines 48-Jähriger auf der Bundesstraße 485 ins Rutschen und prallte gegen das entgegenkommende Fahrzeug, in dem eine 51-jährige Frau saß. Wie das Polizeipräsidium Kassel am Dienstagabend mitteilte, seien beide Fahrer in ihren Autos eingeklemmt worden und mussten mit der Rettungsschere befreit werden. Die 51-Jährige kam mit schweren Verletzungen ins Kasseler Klinikum. Für den 48-Jährigen aus dem nordhessischen Homberg an der Efze kam jede Hilfe zu spät. Beide Fahrzeuge wurden durch den Unfall völlig zerstört.
ala/apn
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Halb Europa zerfliesst vor Hitze und kommt aus dem Stöhnen nicht mehr heraus und hier wird darüber diskutiert, ob wir den Winter etwa verlernt haben. Ich komme eher zu dem Schluss,fass wir den Sommer möglicherweie verlernt haben [...] mehr...
Dabei hatten die doch in Kopenhagen beschlossen, dass es ab sofort nicht wärmer als 2 Grad werden soll... mehr...
Diesesmal meckere ich nicht wieder über den Winter. Alles nur nicht diese brütende Hitze. mehr...
Wir wollen doch nicht unser südafrikanisches Sommermärchen durch die drohende Apokalypse kaputtreden! Warten Sie mal noch 2 Wochen, dann wirds - Sommerloch sei dank - wieder losgehen mit dem Ende der Welt und der Menschheit [...] mehr...
UNd es ist auch dieses Jahr wieder Sommer geworden und gar nicht mal soooo kalt, eher schon verdammt warm. Warum höre ich eigentlich immer noch keine aktuellen Klagelieder zur Klimakatastrophe und globalen Erwärmung von Merkel [...] mehr...
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