Berlin/Hamburg - Nach einer Explosion ist am Sonntag in einem Kraftwerk im US-Bundesstaat Connecticut ein Feuer ausgebrochen. Noch ist unklar, warum es zu der Detonation in der "Kleen Energy"-Fabrik in der Nähe des Orts Middletown kam, etwa 40 Kilometer südlich der Bundesstaats-Hauptstadt Hartford. Das Unglück habe sich während eines Versuchs an einer Gasleitung ereignet, sagte der Bürgermeister von Middletown, Sebastian Giuliano.
Bei der Explosion kamen mehrere Menschen ums Leben. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet von mindestens fünf Toten und zwölf Verletzten. Die genaue Zahl der Toten sei noch unklar, sagte dagegen eine Mitarbeiterin des Katastrophenschutzes der Nachrichtenagentur AP. Andere Berichte sprechen von zahlreichen Toten und vielen Verletzten.
Ein Vertreter der Feuerwehr gab an, er könne nicht sagen, wie viele Menschen noch unter den Trümmern der Anlage verschüttet sein könnten. Nach Angaben der Feuerwehr befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks vermutlich 51 Arbeiter auf dem Gelände des noch im Bau befindlichen Kraftwerks. Alle verfügbaren Kranken- und Feuerwehrwagen sind im Einsatz.
Zum Zeitpunkt der Explosion seien in dem 620-Megawatt-Gaskraftwerk Tests durchgeführt worden, so dass die Anlage nicht am Netz gewesen sei. Teile des Gebäudes seien buchstäblich in die Luft geflogen, sagte der stellvertretende Feuerwehrchef von Middletown, Al Santostefano. Auf dem Gelände seien große Mengen Erdgas gelagert worden.
Augenzeugen berichteten von hochaufschießenden Flammen und einer kilometerweit sichtbaren Rauchsäule. Die Explosion war sogar in der rund 50 Kilometer entfernten Stadt East Haven noch spürbar. Durch die Wucht der Detonation barsten in zahlreichen Häusern die Fensterscheiben.
Ein Großteil der Anlagen zur Stromerzeugung wurde vom deutschen Siemens-Konzern geliefert. Nach Angaben von Siemens-Sprecherin Melanie Forbrick waren die meisten von dem Konzern gelieferten Anlagen noch nicht in Betrieb. Das Kraftwerk sollte im Sommer ans Netz gehen. Zum Zeitpunkt der Explosion sei auch ein Mitarbeiter von Siemens auf der Baustelle gewesen. Er sei jedoch in Sicherheit.
flo/lgr/dpa/rtr/AP/AFP
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