Nürnberg - Vermutlich aus Angst vor dem Ende seiner Karriere hat sich ein 47 Jahre alter Richter in einem Nürnberger Justizgebäude das Leben genommen. Ein Mitarbeiter des Wachdienstes fand den Toten in der Nacht zum Montag im Treppenhaus des Gerichtsgebäudes.
Wegen psychischer Probleme habe dem Richter die Entlassung aus dem Dienst gedroht, sagte eine Justizsprecherin. Er war Beisitzer in einer Zivilkammer des Landgerichts und bearbeitete vor allem Verkehrsprozesse.
Der Mann, der seit 1992 im bayerischen Justizdienst beschäftigt war, litt offenbar schon seit Jahren unter Depressionen. Es habe seit längerer Zeit Zweifel an seiner Dienstfähigkeit gegeben, sagte die Sprecherin.
Eine stationäre Behandlung seiner psychischen Probleme war demnach erfolglos geblieben. Trotz Entlastung habe er seine Arbeit nicht mehr bewältigen können. Deshalb sei eine amtsärztliche Untersuchung seiner Dienstfähigkeit eingeleitet worden, die zu seiner vorzeitigen Pensionierung hätte führen können.
hut/dpa/apn
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