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16.03.2010
 

Schwerer Wirbelsturm

Fidschi-Inseln rufen Katastrophenalarm aus

Satellitenbild des Wirbelsturms "Tomas": Katastrophenalarm auf FidschiZur Großansicht
dpa

Satellitenbild des Wirbelsturms "Tomas": Katastrophenalarm auf Fidschi

Dörfer wurden überschwemmt, Bäume entwurzelt, Strommasten beschädigt: Ein schwerer Wirbelsturm hat Fidschi verwüstet. Zyklon "Tomas" fegte mit Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde über die Inselgruppe im Pazifik hinweg.

Suva - Einer der schwersten Zyklone der vergangenen 30 Jahre hat auf den Fidschi-Inseln im Pazifik Verwüstungen angerichtet. Das Auge des Sturms lag Radio Neuseeland zufolge rund 240 Kilometer von der Hauptstadt Suva entfernt. Für den Norden und Osten der Inselgruppe wurde Katastrophenalarm ausgerufen.

Nach bisherigen Informationen seien mehr als 50 Häuser durch den Zyklon der Kategorie vier zerstört worden, sagte der Einsatzleiter der nationalen Katastrophenschutzbehörde, Anthony Blake. Zahlreiche Dörfer wurden überschwemmt, Bäume entwurzelt, Strommasten knickten um. Das ganze Ausmaß der Zerstörung dürfte laut Blake jedoch erst im Laufe der Woche bekanntwerden.

Es gebe unbestätigte Berichte über "ein paar" Todesfälle, sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde, Pakiliai Dobui. Eine Frau wurde offiziellen Angaben zufolge von den Wellen auf das Meer hinausgerissen und ertrank.

Besonders besorgt waren die Behörden um die nördlichen Inseln Cikobia und Qelelevu. Die Kommunikation sei unterbrochen, seit der Sturm am Montag über sie hinwegfegte. Am Dienstag zog "Tomas" dann mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde über die östliche Inselgruppe Lau hinweg.

Der westliche Teil Fidschis, darunter die größten Inseln Viti Levu mit der Hauptstadt Suva und Vanua Levu, bekam den Zyklon zwar nicht mit voller Wucht zu spüren. Dennoch wurden in vielen Teilen von Vanua Levu die Stromversorgung und die Telefonverbindungen unterbrochen. Einige Straßen und medizinische Zentren wurden den Behörden zufolge beschädigt.

Laut Touristenbehörde waren Besucher auf den Inseln nicht in Gefahr. Die Hotels und Ferienanlagen seien alle gewarnt gewesen und hätten sich vor dem Sturm mit Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten eingedeckt.

hut/dpa/AFP

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