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09.03.2000
 

Mediziner

Elton John gefährdet Ihre Gesundheit

Eine Untersuchung schwedischer Mediziner ergab jetzt, dass auf vielen Rockkonzerten die Lärmbelastung zu hoch ist. Der Besuch eines Elton-John- oder Rod-Stewart-Konzertes hätte die Besucher dauerhaft am Gehör schädigen können. Die Mediziner forderten eine Lärmobergrenze.

Elton John
DPA

Elton John

Göteborg - Insbesondere die Musik des britischen Popveteranen Elton John wurde als viel zu laut eingestuft. Die Experten waren mit ihren Messinstrumenten zu verschiedenen Rockkonzerten gegangen. Wie die Ärztezeitschrift "Läkartidningen" am Donnerstag meldete, wurden die Besucher eines Konzertes von Elton John in Göteborg 1998 über drei Stunden mit einer durchschnittlichen Lautstärke von 107,5 Dezibel beschallt.

Diese Lautstärke könne schon ohne Wiederholung zu "abnormer Laut- Überempfindlichkeit" (Hyperakusis) oder Dauerpfeiftönen im Ohr (Tinnitus) führen, hieß es in dem Bericht über die Untersuchung. Die Mediziner verlangten in ihrem Artikel Lärmobergrenzen bei Rockkonzerten und begründeten dies mit der starken Häufigkeit bei Hörschäden von Jugendlichen.

Bei sieben weiteren in Göteborg gemessenen Konzerten sei nur bei der dänisch-norwegischen Popgruppe Aqua kein gesundheitsgefährdender Lärm verursacht worden. Nach Elton John musizierte Rod Stewart am lautesten mit 104,5 Dezibel. Eher überraschend ist vielleicht, dass die Rolling Stones mit gut 98 Dezibel nur knapp über dem mit 98 Dezibel als "annehmbar" geltenden Pegel blieben. Deutlich übertönt wurden die Stones von Depeche Mode mit 102 Dezibel.

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