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16.03.2010
 

Bilanz der Katastrophe von Chile

700 Menschen starben bei Erdbeben und Tsunami

Noch einmal haben chilenische Behörden die offizielle Zahl der Erdbeben-Opfer nach oben korrigiert: 200 Vermisste wurden für tot erklärt, damit stieg die Zahl der Opfer auf 700. Den wirtschaftlichen Schaden bezifferte der Innenminister auf 30 Milliarden Dollar.

Santiago - Das verheerende Erdbeben in Chile und der anschließende Tsunami haben nach neuesten Angaben der Regierung 700 Menschen das Leben gekostet und einen Schaden von fast 30 Milliarden Dollar (22 Milliarden Euro) angerichtet.

Innenminister Rodrigo Hinzpeter aktualisierte am Dienstag die Opfer- und Schadensbilanz. 200 Menschen, die bislang in den Listen als vermisst geführt worden waren, wurden jetzt für tot erklärt. Bislang war von 500 Toten die Rede. "In wirtschaftlicher Hinsicht war dies die schlimmste Katastrophe, die Chile je heimgesucht hat", sagte Hinzpeter.

Von der geschätzten Schadenssumme von 30 Milliarden Dollar seien von Versicherungen lediglich fünf bis acht Milliarden gedeckt. Für den Wiederaufbau der zerstörten öffentlichen Infrastruktur geht die Regierung von Kosten in Höhe von 1,46 Milliarden Dollar aus. Das Beben der Stärke 8,8 am 27. Februar und der davon ausgelöste Tsunami zerstörte etwa 500.000 Häuser, zahlreiche Krankenhäuser sowie Straßen und Brücken. Es handelte sich um eines der zehn stärksten Beben, die weltweit je gemessen wurden.

Gut zwei Wochen nach dem heftigen Erdbeben mit Hunderten Todesopfern ist das Land von einem Nachbeben der Stärke 6,7 erschüttert worden.

otr/apn

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