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04.06.2010
 

Rechtsstreit in den USA

I'm too sexy for my Arbeitgeber

An gerichtlichen Auseinandersetzungen sind die USA wahrlich nicht arm. Jetzt kommt der Fall Debrahlee Lorenzana vs. Citibank hinzu. Die 33-Jährige behauptet, von dem Finanzunternehmen gefeuert worden zu sein, weil sich Kollegen von ihrer Erscheinung "abgelenkt" fühlten.

New York - Unbestreitbar ist Debrahlee Lorenzana, 33, aus New York eine schöne Frau. Hat diese Attraktivität es ihren Kollegen tatsächlich unmöglich gemacht, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren?

Lorenzana behauptet zumindest, sie habe wegen dieser Begründung ihren Job bei der Citibank in New York verloren. Das berichtet das Stadtmagazin "Village Voice" - und versucht, die Wahrscheinlichkeit von Lorenzanas Story mit Fotos zu untermauern, auf denen die Ex-Bankangestellte in knapper Kleidung und schier sinnverwirrender Pose zu sehen ist.

Gegen die Citibank zieht Lorenzana wegen sexueller Diskriminierung vor Gericht, vertreten wird sie von dem Anwalt Jack Tuckner, der sich auf Fälle dieser Art spezialisiert hat. In der Klageschrift führt Lorenzana laut "New York Post" an, bereits kurz nach ihrer Einstellung 2008 hätten der Filialleiter und sein Stellvertreter begonnen, "unpassende und sexistische Kommentare" hinsichtlich ihrer Kleidung und Erscheinung zu machen.

Insbesondere sei sie aufgefordert worden, keine Stiftröcke, enganliegende Pullover oder Kostüme zu tragen. In "eindeutig diskriminierender Art und Weise" sei der Klägerin bedeutet worden, diese Kleidungsstücke seien "zu verwirrend" für ihre männlichen Kollegen und Vorgesetzten.

In der Klageschrift heißt es weiter, dass Lorenzana im Gegenzug angeführt habe, andere weibliche Angestellte seien schließlich nicht anders angezogen als sie selbst. Auf diesen Einwand sei mit der Äußerung reagiert worden, das sei hinfällig - die Kolleginnen seien schließlich unattraktiv, deshalb sei es egal, was sie anzögen.

In Folge der Auseinandersetzungen habe sie um eine Versetzung in eine andere Filiale gebeten, so Lorenzana. Diesem Wunsch sei zunächst nicht entsprochen worden, stattdessen habe man sie mit Aufgaben betraut, für die man sie nicht richtig ausgebildet habe - im August 2009 sei sie schließlich entlassen worden.

"Wir sind der Meinung, dass die Klage jeder Grundlage entbehrt", teilte die Citibank in einem Statement mit. Man werde sich "energisch" dagegen zur Wehr setzen.

pad

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