Hamburg - 1:4 gegen Deutschland - das schmählich verlorene WM-Achtelfinale gegen Deutschland ist Hauptthema der britischen Presse. "Time to go, Fabio" titelt die Boulevardzeitung "Sun" an diesem Montag. Die Zeit von Fabio Capello als Trainer der englischen Nationalmannschaft sei abgelaufen, meinen zahlreiche Medien - und fordern den sofortigen Rückzug des Italieners. Auch der "Mirror" forderte den 64 Jahre alten Italiener unter der Überschrift "Fabi-Go" zum "Rücktritt in Schande" auf (siehe Fotostrecke oben).
"England hat drei von vier Spielen katastrophal bestritten, schoss keine Tore und hat idiotisch verteidigt - für all das ist (Capello) verantwortlich", schreibt die britische "Times". Und die "Daily Mail" lamentiert: "Fabio Capello und sein Team von selbstbezogenen Versagern haben eine nationale Peinlichkeit zu verantworten, eine der größten Demütigungen in unserer Sportgeschichte."
Nach der Schlappe gegen die glänzend aufspielende DFB-Elf hatte sich Capello zunächst widersprüchlich geäußert. Ein Rücktritt sei ausgeschlossen, aber er werde mit dem Vorsitzenden des englischen Fußballverbandes FA, Sir Dave Richards, ein Gespräch über die Zukunft führen.
Auch viele englische Fans gestanden die Schmach ein. Ein Mann, der das Spiel im Stadion in Bloemfontain verfolgt hatte, sagte BBC News: "Wir sahen alt und nutzlos aus. Die Deutschen hingegen waren jung und frisch." Die BBC berichtete aus Bloemfontain, viele Fans hätten sich über die Spieler beschwert und darüber, dass diese unglaubliche Summen verdienten und dann solch schlechte Leistung böten.
Leser bombardierten die "Sun" mit Anrufen und Emails, um ihrem Ärger Luft zu machen. "Welch ein Fiasko", sagte eine Frau aus Windsor. Ein Mann sagte dem Blatt zufolge: "Das Team war eine Schande für das englische Trikot. Ich habe schon U12-Mannschaften besseren Fußball spielen sehen."
Natürlich wird weltweit in den Medien auch das nicht gegebene Tor von Frank Lampard diskutiert. Aber einheitlich wird auch die souveräne Leistung der deutschen Mannschaft gelobt. Die französische "Le Parisien" ist sicher: "Deutschland hatte die Hilfe des Schiedsrichters nicht nötig." Und die "New York Times" aus den USA schreibt: "Deutschland hat England mit 4:1 vernichtend geschlagen. Das Ergebnis ließ wenig Raum für Ausflüchte und Entschuldigungen."
Voll des Lobes für das junge und dynamische Team ist auch die südafrikanische Presse: "Deutschlands Kids haben Englands alte Garde weggefegt", schreibt "The Herald". Und "überragende Deutsche, überlegen mit ihrer Schnelligkeit, Technik und Fähigkeiten", lobt die "Cape Times".
siu/dpa
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Die englische Boulevardpresse ist nun mal wie sie ist. Gerade vor Spielen gegen den Lieblings"feind" Deutschland versuchen die Blätter sich gegenseitig mit martialischen Sprüchen zu übertönen. Und wenn (wie nun grad [...] mehr...
Also diesen Aspekt der Fairness englischer Teams möchte ich hier auch noch einmal mehrfach unterstreichen - und das gilt nicht nur für dieses Spiel, aber jetzt natürlich im Besonderen. Schon allein dafür gebührt ihnen ein Pokal. [...] mehr...
Sie meinen bestimmt nicht Bayern-München, denn dort leisten ihren Dienst mehr Fremdenlegionäre als Bayern-Sprößlinge! mehr...
England hat gegen die Deutschen nicht gut gespielt und vor allem in der Defensive eklatante Fehler gemacht. Nach der angeheizten Stimmung durch die englische Presse vor dem Spiel kommt jetzt der Katzenjammer. Einer der [...] mehr...
Viel fehlt aber nicht :D mehr...
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