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05.07.2010
 

Sparkurs bei Queen & Co

Keine neuen Butler für die Royals

Queen Elizabeth II.: Die Königsfamilie und der Staatshaushalt
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AP

Das Königshaus hat die britischen Steuerzahler im abgelaufenen Haushaltsjahr 46 Millionen Euro gekostet. Der Palast ist stolz: Die Queen und ihre Familie seien sparsamer geworden. Der Rotstift wird bei Flügen angesetzt - und demnächst beim Personal.

London - Die britischen Steuerzahler haben im abgelaufenen Haushaltsjahr pro Kopf 62 Pence (75 Cent) für den Unterhalt der Königsfamilie ausgegeben. Insgesamt lagen die staatlichen Zuwendungen für das Königshaus bei 38,2 Millionen Pfund (46,1 Millionen Euro), wie der Buckingham Palast am Montag in London mitteilte.

Verglichen zum Haushaltsjahr 2008/2009 sei dies ein Rückgang von 7,9 Prozent. Erreicht wurde er unter anderem dadurch, dass die Angehörigen des britischen Königshauses seltener Flugzeuge für ihre Reisen charterten.

Nach Angaben von Regierungsvertretern sind sich Queen Elizabeth II. und ihre Angehörigen der angespannten Wirtschaftslage im Land "äußerst bewusst" und bereit, den rigiden Sparkurs der Regierung mitzutragen.

Die Queen ist von Jahr zu Jahr immer mehr auf eigene Geldreserven angewiesen. Allein um ihre öffentlichen Aufgaben und Pflichten zu bezahlen, musste sie im vergangenen Jahr 6,3 Millionen Pfund zuschießen. Das waren 300.000 Pfund mehr als im Vorjahr, hieß es weiter in der Mitteilung. Vom Steuerzahler bekam das Königshaus für diesen Teil der Arbeit 7,9 Millionen Pfund.

Die Ausgaben für das Personal waren darin allerdings nicht enthalten. Um hier zu sparen, verhängte Schatzmeister Alan Reid einen Einstellungsstopp. Die Personalkosten hatten sich innerhalb von acht Jahren fast verdoppelt. Außerdem soll eine halbe Million Pfund für den Unterhalt der Paläste, Schlösser und Parks gestrichen werden.

Finanzminister George Osborne hatte bereits im vergangenen Monat bei der Vorstellung des Nothaushalts der liberal-konservativen Koalition angekündigt, dass die staatlichen Zuwendungen für das Königshaus nicht erhöht werden. Zudem würden die Ausgaben künftig einer Rechnungsprüfung unterzogen.

Gegnern der Monarchie gehen die Maßnahmen nicht weit genug. Bei einer Kundgebung vor dem Buckingham Palast forderten sie am Montag größere Klarheit darüber, wie die Königsfamilie mit den öffentlichen Geldern umgeht.

Seit sechs Jahren muss die Windsor-Familie ihre Kosten offenlegen, da der Buckingham Palast steuertechnisch als Geschäftsgebäude geführt wird.

siu/dpa/AFP

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