ThemaWetterRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
15.07.2010
 

Schwere Gewitter

"Olivia" wütet über Westeuropa

Hitze, Hitze, Unwetter: Deutschland im Juli
Fotos
dpa

Gewitter und Sturmböen haben in der Nacht schwere Schäden im Westen und Süden Deutschlands angerichtet. In Hessen kam ein Jäger ums Leben, der Frankfurter Flughafen war eine Stunde lang lahmgelegt. Auch in den Nachbarländern tobte Tief "Olivia".

Frankfurt am Main - Der Jäger im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen wurde offenbar von einem umstürzenden Baum erschlagen. Er wurde erst nach einer Suche durch die Polizei entdeckt, nachdem ein Kollege in als vermisst gemeldet hatte.

Die Gewitterlinie war mit fast 600 Kilometern von Nord nach Süd ungewöhnlich lang, wie der Deutsche Wetterdienst berichtete. Der DWD veröffentlichte Unwetterwarnungen für Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg. Es gingen schwere Gewitter nieder mit Orkanböen bis 120 Kilometer in der Stunde und mit bis zu zwei Zentimeter großen Hagelkörnern. In kurzer Zeit fielen bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter.

Am Frankfurter Flughafen wurde der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Um 20.08 Uhr mussten alle Starts und Landungen ausfallen, wie ein Sprecher von Fraport mitteilte. Die starken Sturmböen und Blitze beeinträchtigten die Sicherheit. Erst gegen 21 Uhr lief der Betrieb nach Angaben des Sprechers wieder an.

In Südhessen fiel vorübergehend in einigen Orten der Strom aus. In Mainz-Mombach stand die Halle eines Abfallverwertungsunternehmens in Flammen; 250 Tonnen Altholz und 100 Tonnen Gewerbeabfälle verbrannten. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Eine Oberleitung in der Nähe musste abgeschaltet werden.

In Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) wurden Zelte in einem Kinderferiendorf vom Sturm verwüstet. "Glücklicherweise waren die Kinder bereits alle zu Hause, als die kleine Zeltstadt vom Sturm heimgesucht wurde", berichtete die Polizei.

Schwere Schäden auch in den Niederlanden und in Belgien

In Losheim im Saarland hinterließ eine Windhose auf 500 Metern Breite eine Schneise der Verwüstung. Etwa 30 Häuser seien abgedeckt worden, hieß es in der Nacht zum Donnerstag bei der Polizei in Saarbrücken. Herumfliegende Teile beschädigten ein Dutzend Autos.

In Saulheim bei Mainz deckte der Sturm auf etwa 300 Quadratmetern das Flachdach eines Supermarkts ab. In Eckelsheim - ebenfalls bei Mainz - hob ein Hausdach komplett ab. Es flog über ein Nachbarhaus und krachte in den Dachstuhl eines weiteren Gebäudes.

Betroffen war auch wieder die Bahn. Die Strecke Emmerich-Wesel am Niederrhein sei am Abend gesperrt worden, sagte ein Sprecher der für NRW zuständigen Bundespolizei in Sankt Augustin. Dieselbe Bahnstrecke war erst am Montag blockiert worden, als Sturmtief "Norina" über NRW hinwegfegte und Millionenschäden anrichtete.

Zu schweren Schäden kam es außerdem in den Niederlanden. Dort wurde mindestens ein Mensch getötet. Medienberichten zufolge verwüstete eine Windhose einen Campingplatz bei Arnheim. Acht Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Der Tornado wirbelte innerhalb weniger Minuten Campingwagen durch die Luft. Auch aus Belgien wurden Verletzte gemeldet.

als/dpa/APN

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 3 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
15.07.2010 von irgendwer_bln: Wen das interessiert?

Vielleicht die Angehörigen der Opfer, die Leute deren Haus stark beschädigt wurde, etc. Vielleicht zeigen Sie mal etwas mehr Respekt! Wenn Sie das Thema nicht interessiert, was machen Sie dann im Artikelforum??? mehr...

15.07.2010 von Sapientia: Genau! Wen interessiert das?

Wenn schon nicht wenigstens von 1000 Toten zu berichten ist, dann sollte der Artikel doch wenigstens berichten, welchen Kurs Olivia nimmt und ob sie an Stärke zu- oder abnimmt; alles andere ist doch nur Geschwafel. mehr...

15.07.2010 von reflexxion: und wen interessiert das?

Haben sie keinen Friseurt, dem sie das erzählen können? Das Sommerloch ist doch gart nicht so groß, schreiben sie lieber über Merkel in der zu engen Jacke in Russland. mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
alles zum Thema Wetter

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Reise-Wetter

Tornados

Definition

Tornados sind Wirbelstürme. Sie entstehen bei großen Temperaturunterschieden und treten in Mitteleuropa häufig zusammen mit Gewittern auf. Dabei stülpt sich aus der Gewitterwolke ein rüsselartiger Wolkenschlauch. In den USA erreichen Tornados im Extremfall Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde - meist sind es etwa 120 Kilometer pro Stunde. Den im Volksmund gebräuchlichen Begriff Windhose benutzen Meteorologen selten, weil er das meist folgenreiche Wetterphänomen ihrer Ansicht nach verniedlicht.

Entstehung






TOP



TOP