Hamburg - Wer hat Schuld an der Katastrophe von Duisburg? Fehler haben nach Informationen des SPIEGEL offenbar sowohl Polizei und Stadt als auch der Veranstalter gemacht. Darauf weisen interne Unterlagen und andere Beweismaterialien hin:
Weiter Hintergründe zu dem Thema sendet das SPIEGEL TV Magazin am Sonntag um 22:15 Uhr auf RTL.
Bei der Love Parade am 24. Juli war auf dem Gelände in Duisburg eine Massenpanik ausgebrochen. 21 Menschen starben, mehrere hundert weitere wurden verletzt. Bisher hat niemand offiziell die Verantwortung für die Katastrophe übernommen. Vorwürfe vor allem an den Veranstalter, die Massenveranstaltung nicht sorgfältig genug vorbereitet zu haben, werden derzeit untersucht.
Auch gegen den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland gibt es massive Vorwürfe. Viele Duisburger werfen der Stadt vor, die Love Parade trotz massiver Sicherheitsbedenken genehmigt zu haben. Sauerland hat einen schnellen Rücktritt bisher abgelehnt. Offenbar aber setzt der CDU-Politiker auf ein geordnetes Abwahlverfahren. So melden es übereinstimmend die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Süddeutsche Zeitung". Demnach ist Sauerland Parteikreisen zufolge mit seiner Abwahl einverstanden.
Trauerfeier in Duisburg
In einer bewegenden Trauerfeier haben am Samstag Tausende in Duisburg der Opfer der Love Parade gedacht. Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprachen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) versprach Aufklärung, wer für die Massenpanik die Verantwortung trägt. Sauerland blieb dem ökumenischen Gottesdienst in der Salvatorkirche fern. Familien und Freunde konnten nach dem Gottesdienst - abgeschirmt von der Öffentlichkeit - an der Unglücksstelle um ihre Toten trauern.
Bundeskanzlerin Merkel hat sich nach Gesprächen mit den Angehörigen der Opfer des Love-Parade-Unglücks von Duisburg am Rande der Trauerfeier tief berührt gezeigt. Die Kanzlerin sagte der "Bild am Sonntag": "Diese Gespräche mit den Angehörigen sind mir sehr zu Herzen gegangen. Aus dem schrecklichen Ereignis von Duisburg müssen jetzt die richtigen Konsequenzen gezogen werden."
Tausende verfolgten die einstündige Übertragung des Gottesdienstes in zwölf Kirchen und im Fußballstadion des MSV Duisburg. Dort fanden sich statt der erwarteten Zehntausenden nur rund 1500 Besucher zusammen. Auf dem Rasen lag ein schwarzes Holzkreuz, auf dem Kerzen brannten. "Wir kamen in Freude, Liebe und Vertrauen. Jetzt sind wir tot, verletzt und traumatisiert. Musste das sein?", hieß es auf einem Transparent.
ffr/dpa
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Ich stimme Ihnen zu. Bei einer gut geplanten Veranstaltung haben die Verantwortlichen dem besonderen Verhalten dieses Klientel Rechnung zu tragen. Sie haben leider versagt. Aber das wollen die "Polizeihasser" in [...] mehr...
Sie haben leider immer noch nicht begriffen (oder wollen es nicht) wie und wodurch GENAU es zu den 21 Toten und über 500 Verletzten kam. mehr...
Die jetzige Politiker-Generation ist da völlig schmerzfrei. Es gilt, heute die Interessen der eigenen Klientel auf Kosten der Allgemeinheit durchzusetzen. Sollte man dann doch mal unerwartet vom Wähler abgestraft werden oder [...] mehr...
Wenn ich ehrlich schreiben würde, was ich von diesem Schwachsinn halte, würde der Kommentar bestimmt nicht zugelassen werden. Merkst du noch, was du schreibst? Da ist es nur noch ein winziger Schritt hin zu: Warum ziehen Frauen [...] mehr...
dass solchen Politiker, ähnlich wie Rüttgers im Mai diueses Jahres, eine deutliche Abfuhr erteilt wird. Wie seit Jahren schon interessiert die politische Clique, besonders die der CDU, nur noch das mitzunehmende Geld. Über [...] mehr...
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