Hamburg/Duisburg - "Keine Razzia, keine Durchsuchungsaktion", wiegelt der Leitende Oberstaatsanwalt Rolf Haferkamp im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE ab. Beamte von Polizei und Staatsanwaltschaft hätten am Donnerstagmorgen im Duisburger Rathaus Akten und Unterlagen sichergestellt, die nach bisherigem Stand für die weiteren Ermittlungen gefehlt hätten. "Es handelte sich um einen mit der Stadt am Mittwoch vereinbarten Termin", so Haferkamp.
Nach Durchsicht der beschlagnahmten Dokumente am Tag des Unglücks mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten habe man festgestellt, dass "einige Unterlagen" noch im Besitz der Stadtverwaltung sein müssen, die bei der Aufklärung des Falls dienlich sein könnten. "Bei der Hektik und dem Chaos an jenem Tag ist das nachvollziehbar und absolut üblich, dass im Nachhinein noch Akten sichergestellt werden", sagte Haferkamp. Das Material sei "sehr umfangreich".
Vier Wochen liegen seit der Katastrophe zurück - das wäre genügend Zeit, um Dokumente verschwinden zu lassen oder zu manipulieren. Doch dafür bestehe "überhaupt kein Verdacht", betonte Haferkamp. "Aus kriminalistischer Sicht ist ein solches Handeln nicht zu erwarten. Außerdem würden die betreffenden Personen ein Eigentor schießen, sollte sich solch ein Verdacht erhärten." Es bestehe in keiner Weise der Eindruck, dass bewusst Informationen zurückgehalten worden seien.
Ermittlungen laufen weiterhin gegen Unbekannt
Zudem richte sich die Beschlagnahmung nicht gegen den in der Kritik stehenden Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Noch immer liefen die Ermittlungen weiter gegen Unbekannt, es hätten sich noch keine konkreten Tatverdächtigen herauskristallisiert. Es sei Material in den Büros des Oberbürgermeisters, seines persönlichen Referenten und von zwei Beigeordneten sichergestellt worden.
Nach Darstellung der Stadt sei in den verschiedenen Ämtern "eine weitere gemeinsame Durchsicht" von Unterlagen erfolgt. Bisher seien im ersten Schritt unter anderem 37 Aktenordner zur Verfügung gestellt worden.
Kürzlich hatte die Staatsanwaltschaft Duisburg Geschäftsräume des Veranstalters Rainer Schaller sowie zweier privater Sicherheitsfirmen durchsuchen lassen. Ermittler hatten in insgesamt sechs Objekten in Berlin, Duisburg, Essen und Köln sowie im bayerischen Taufkirchen und im fränkischen Schlüsselfeld, dem Firmensitz von Schallers Sportstudiokette McFit, Räume durchsucht.
Wie aus einem bereits am 9. August erlassenen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Duisburg hervorgeht, sollten vor allem "Daten über die Organisationsstruktur", "Auftragsunterlagen" und "Personaldaten" der auf der Love Parade eingesetzten Mitarbeiter gesichert werden.
jjc
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Ich stimme Ihnen zu. Bei einer gut geplanten Veranstaltung haben die Verantwortlichen dem besonderen Verhalten dieses Klientel Rechnung zu tragen. Sie haben leider versagt. Aber das wollen die "Polizeihasser" in [...] mehr...
Sie haben leider immer noch nicht begriffen (oder wollen es nicht) wie und wodurch GENAU es zu den 21 Toten und über 500 Verletzten kam. mehr...
Die jetzige Politiker-Generation ist da völlig schmerzfrei. Es gilt, heute die Interessen der eigenen Klientel auf Kosten der Allgemeinheit durchzusetzen. Sollte man dann doch mal unerwartet vom Wähler abgestraft werden oder [...] mehr...
Wenn ich ehrlich schreiben würde, was ich von diesem Schwachsinn halte, würde der Kommentar bestimmt nicht zugelassen werden. Merkst du noch, was du schreibst? Da ist es nur noch ein winziger Schritt hin zu: Warum ziehen Frauen [...] mehr...
dass solchen Politiker, ähnlich wie Rüttgers im Mai diueses Jahres, eine deutliche Abfuhr erteilt wird. Wie seit Jahren schon interessiert die politische Clique, besonders die der CDU, nur noch das mitzunehmende Geld. Über [...] mehr...
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