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06.09.2010
 

Love Parade

OB Sauerland hat gute Chancen auf Amtserhalt

Bürger demonstrieren für Sauerland: "Es ist Zeit, ein Zeichen der Verantwortung zu setzen"Zur Großansicht
dapd

Bürger demonstrieren für Sauerland: "Es ist Zeit, ein Zeichen der Verantwortung zu setzen"

Die Frage nach der Verantwortung für das Love-Parade-Unglück bleibt auch nach der ersten Ratssitzung in Duisburg unbeantwortet. Das Ergebnis des bevorstehenden Abwahlverfahrens gegen Oberbürgermeister Sauerland zeichnet sich ab: Seine Chancen auf Amtserhalt stehen gut.

Duisburg - In einer ersten Ratssitzung nach dem Unglück während der Love Parade stärkte am Montag vor allem die CDU Adolf Sauerland den Rücken. Auch aus den Reihen der Grünen wurde geraten, erst strafrechtliche Ermittlungen abzuwarten. Zwar forderte eine Mehrheit den Oberbürgermeister in einer Resolution auf, politische und moralische Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten. Doch für eine Zweidrittelmehrheit dürfte es nach diesem Stimmungstest beim eigentlichen Abwahlverfahren am 13. September nicht reichen. Lediglich SPD, FDP und Linke fordern derzeit konsequent Sauerlands Rücktritt.

Sauerland hat bislang jede Verantwortung der Stadtverwaltung für das Unglück zurückgewiesen und einen Rücktritt abgelehnt. Während der Sitzung äußerte er sich nicht.

Die Angehörigen der 21 Opfer forderten zum Beginn der Sondersitzung den Rücktritt von Sauerland und der verantwortlichen Verwaltungsspitzen. Nach einer Schweigeminute gab ein Angehöriger das Votum der Familien vor den Ratsvertretern bekannt. "Es ist Zeit, ein Zeichen der Verantwortung zu setzen. Machen Sie doch gleich den Platz für Neuwahlen frei", sagte er. Sauerland hatte zuvor das Mitgefühl des Rates ausgedrückt. "Uns alle quälen bohrende Fragen nach der Verantwortung", sagte der Oberbürgermeister.

Gar nicht erst zur Abstimmung kam ein Abwahlantrag aus der Bürgerschaft, die dazu kurzfristig 10.000 Unterschriften vorlegte. Nachdem die Verwaltung den Antrag aus juristischen Gründen als ungültig bezeichnete, wurde er vom Rat auf eine spätere Sitzung verlegt.

Bereits vor Beginn der Ratssitzung hatte eine Gruppe von Demonstranten vor dem Rathaus den Rücktritt Sauerlands gefordert. Aber auch Unterstützer traten auf und trugen T-Shirts mit Parolen wie "Menschlichkeit statt Hetzjagd" und "Gerechtigkeit statt Vorverurteilung".

jjc/dpa

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insgesamt 5984 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
13.09.2010 von turo:

Ich stimme Ihnen zu. Bei einer gut geplanten Veranstaltung haben die Verantwortlichen dem besonderen Verhalten dieses Klientel Rechnung zu tragen. Sie haben leider versagt. Aber das wollen die "Polizeihasser" in [...] mehr...

13.09.2010 von Skepticmind:

Sie haben leider immer noch nicht begriffen (oder wollen es nicht) wie und wodurch GENAU es zu den 21 Toten und über 500 Verletzten kam. mehr...

13.09.2010 von olfma: ...

Die jetzige Politiker-Generation ist da völlig schmerzfrei. Es gilt, heute die Interessen der eigenen Klientel auf Kosten der Allgemeinheit durchzusetzen. Sollte man dann doch mal unerwartet vom Wähler abgestraft werden oder [...] mehr...

13.09.2010 von Indigo76: Mir ziehts die Schuhe aus

Wenn ich ehrlich schreiben würde, was ich von diesem Schwachsinn halte, würde der Kommentar bestimmt nicht zugelassen werden. Merkst du noch, was du schreibst? Da ist es nur noch ein winziger Schritt hin zu: Warum ziehen Frauen [...] mehr...

13.09.2010 von achmed1: Man darf nur hoffern...

dass solchen Politiker, ähnlich wie Rüttgers im Mai diueses Jahres, eine deutliche Abfuhr erteilt wird. Wie seit Jahren schon interessiert die politische Clique, besonders die der CDU, nur noch das mitzunehmende Geld. Über [...] mehr...

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Die Love Parade

Die Love Parade findet seit 1989 statt, zunächst über viele Jahre in Berlin. 2007 zog die Veranstaltung dann ins Ruhrgebiet um, mit der Premiere in Essen. Vor zwei Jahren gastierte sie in Dortmund. 2009 sagte Bochum die Techno-Party ab, weil die Stadt keine Chance sah, den Besucherandrang zu bewältigen und einen geeigneten Veranstaltungsort zu finden. 2010 endete die Love Parade in einer Tragödie: 21 Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt.

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