New York - Heidi Klum hat vorgebaut. Hunderte strömten zur Fifth Avenue, um sich die neue Oberweite des deutschen Supermodels anzuschauen - und um sich das Stück Unterwäsche zu kaufen, das fast zu einem Verkehrschaos auf New Yorks berühmtester Einkaufsstraße geführt hätte. Auf Deutsch würde es - weniger trendy - "Flüssigkeits-Büstenhalter" heißen, wenn irgendwas in der Mode noch deutsche Bezeichnungen hätte. Das "Geheimnis" besteht vor allem aus der richtigen Mischung (und Menge) von Wasser und Öl.
Zwischen hauchdünnen, flexiblen Plastik-Häutchen über einem fast unsichtbaren Stützkorsett schmiegt sich die gallertartige Masse an die Brust, hebt und drückt sie ein wenig heraus und lässt sie laut Werbung "schöner, dynamischer und natürlich größer" erscheinen. Das wollten viel mehr Frauen ausprobieren und viel mehr Männer sehen, als die Veranstalter erwartet hatten. 1000 von weit mehr Frauen, die schon Monate vorher Bestellungen aufgegeben hatten, durften als erste ihren "Liquid Bra" abholen. Stolz führte manche ihn gleich vor.
Die deutsche Heidi allerdings enttäuschte die vielen Fotografen ein wenig. Zwar parkte sie den Truck mit den ersten 5000 Stück des Büstenhalters direkt vor den wartenden Fotografen an der Fifth Avenue, aber irgendwie muss ihr trotz New Yorker Frühlingssonne kalt gewesen sein. Aufgerüstet mit Wasser und Öl sah man sie nur auf einem Riesenposter.
Live trug die artig in eine Bluse gehüllte Traumfrau das Wunderding auf Händen vor sich her. Das mag nach den schlechten Erfahrungen mit Connan O'Brien verständlich sein. In dessen Fernseh-Talkshow hatte sie den BH voreilig als "kugelsicher" gepriesen, woraufhin O'Brien ein Loch hineinbohrte und die "Wunderwaffe" auszulaufen begann.
Thomas Burmeister
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