
Immer für einen Skandal gut: Ernst August von Hannover
München/Hannover - Nach seinem Rundgang über die Expo am Donnerstag droht Ernst August Prinz von Hannover wegen seines angeblich schlechten Benehmens politischer Ärger. Der türkischstämmige Bundestagsabgeordnete der Bündnisgrünen, Cem Özdemir, forderte den 46-jährigen Adeligen auf, sich beim türkischen Volk zu entschuldigen und "öffentlich zu bereuen". Özdemir reagierte auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung vom Samstag. Danach hatte der Welfenprinz am Donnerstag an die Holzfassade des türkischen Pavillons auf der Expo gepinkelt.
Die türkische Öffentlichkeit sei "sehr sensibel" und werde auf diesen mutmaßlichen Fauxpas des deutschen Adligen "martialisch reagieren", sagte Özdemir. Laut "Bild", die sich auf eidesstattliche Erklärungen von zwei Augenzeugen beruft, passierte der "Pinkel- Skandal" während des offiziellen Expo-Besuchs des monegassischen Fürstenhauses. Demnach stoppte die Limousine des Prinzen am Vormittag am türkischen Pavillon. Ernst August sei mit seinem Bodyguard ausgestiegen und habe uriniert. "Bild" druckte ein unscharfes Foto ab.

Cem Özdemir fordert eine öffentliche Entschuldigung
Ernst August hatte am Donnerstag zusammen mit Fürst Rainier III, Kronprinz Albert und seiner Frau Prinzessin Caroline die Expo zum Nationentag des Fürstentums Monaco besucht. Dabei hatte den Tag über ausgelassene Stimmung in der Delegation geherrscht. Bei einem Galaabend im Celler Schloss war der Adelige dann nach einem Schwächeanfall zunächst in Celler Krankenhaus gefahren worden.
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