Buffalo, New York - "Eigentlich bin ich illegal eingereist", gab der surfende Weihnachtsmann John Fulton zu. Bereits zum 18. Mal war der Geschäftsmann aus Ontario von Kanada in die USA gesurft, berichtet der Nachrichtensender CNN. Als Weihnachtsmann verkleidet, surfte er auf dem Niagara vom kanadischen Fort Erie nach Buffalo im US-Bundesstaat New York, wo die Grenzpolizei ihn anhielt. Er musste seine Weihnachtskleidung ausziehen, wurde durchsucht und im Streifenwagen aufs Revier gebracht
Doch der 42-jährige Fulton behielt die Ruhe. "Sie wollten sicher sein, dass sie die neuen Sicherheitsbestimmungen einhalten. Ich kann das nachvollziehen. Nach dem 11. September hat die Welt sich nun mal verändert. Für die USA ist das ein guter Werbegag nach dem Motto: Wir lassen nicht mal den Weihnachtsmann illegal einreisen."
Die Grenzpolizisten behandelten Fulton allerdings nicht gerade zimperlich. "Die hatten wirklich feine Manieren", äußerte der 1,80 Meter große und 87 Kilo schwere spitzbärtige Fulton ironisch. "Sie nahmen mich mit auf die Wache, fotografierten mich und nahmen meine Fingerabdrücke. Ich fühlte mich wie ein illegaler Ausländer. Vor allem hätte ich gern meinen Weihnachtsmannanzug wieder angezogen. "
Fulton wurde jedoch schnell wieder freigelassen und kehrte nach Kanada zurück. Vorher musste er allerdings eine Erklärung unterschreiben, dass er illegal in die Vereinigten Staaten eingereist sei. Da er keinen Ausweis bei sich trug, zeigte er den Grenzpolizisten seine Homepage, um seine Identität zu beweisen. Fulton sagte, auf einem der Papiere hätten die Grenzpolizisten vermerkt, dass das "Subjekt versehentlich in die USA einreiste, als es seine Arbeit als surfender Weihnachtsmann erledigte". Der mit einem Surfbrett als Ersatzschlitten ausgerüstete Weihnachtsmann war auf Spendentour gewesen für die Organisation "Raus aus der Kälte", eine Hilfsorganisation für Obdachlose in Ontario.
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