Stockholm - Das Unternehmen will sein Material im Herbst vorlegen. Das kündigte Werner Hummel, Chef einer von dem Papenburger Unternehmen eingesetzten Untersuchungskommission, am Dienstagabend im schwedischen Fernsehsender TV4 an. Hummel erklärte, seine Kommission wolle nun auch nachweisen, dass die amtliche Havariekommission von einer Explosion unmittelbar vor dem Unglück gewusst haben müsse. Die Sprengladungen seien am Schiffsrumpf befestigt gewesen.

Die Bugklappe gehört zu den wenigen Wrackteilen, die geborgen wurden
Ein Mitglied der amtlichen Havariekommission sagte zu der Ankündigung der Meyer-Werft: "Diese Theorie ist nichts wert und im Übrigen seit langem bekannt." Die Kommission hatte in ihrem Bericht zu den Ursachen der Katastrophe Konstruktionsmängel an der Aufhängung des Bugvisiers als Hauptursache benannt.
Die von der Meyer-Werft gebaute "Estonia" war in der Nacht des 28. September 1994 vor der finnischen Südküste gesunken, als große Mengen Wasser in das offene Bugvisier einlaufen konnten. 852 Reisende starben, 137 Passagiere überlebten.
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