Straßensperre der Polizei in Red Lake: Der Täter soll ein "verwirrter Junge" gewesen sein
Red Lake - Der Fall erinnert an das Blutbad von Erfurt: Einem Bericht der "Seattle Times" zufolge soll es sich bei dem Todeschützen um den 15 Jahre alten Schüler Jeff Weise handeln. Angestellte der Schule beschreiben Weise als Einzelgänger, als "verwirrten Jungen", der das ganze Jahr über lange schwarze Mäntel getragen und "im Leben verloren" gewirkt habe. "Er war ziemlich intelligent, aber in der Schule sehr faul. Nur für Videospiele konnte er sich begeistern. Er hat sich ständig Notizen gemacht, die irgendwie dunkel und böse waren", zitiert die Zeitung einen Mitarbeiter der High School. Auch habe Weise die Musik des Schockrockers Marilyn Manson gemocht, schreibt das Blatt.
Wie die "St. Paul Pioneer Press" berichtet, soll sich Weises Vater vor vier Jahren umgebracht haben. Die Mutter des 15-Jährigen lebe in einem Pflegeheim, nachdem sie bei einem Verkehrsunfall schwere Hirnschäden erlitten hätte.
Ein Krankenwagen verlässt die Red Lake High School
Der Leiter der Feuerwache von Red Lake, Roman Stately, gab bekannt, Weises Großvater habe als Polizist in dem von Ojibwa-Indianern bewohnten Reservat gearbeitet. Der Junge habe möglicherweise dessen Waffe für seinen Amoklauf verwendet. Er habe zwei Handfeuerwaffen sowie ein größeres Gewehr bei sich gehabt.
US-Fernsehsender zitierten einen Polizisten mit den Worten, Weise habe in der Schule zunächst den Sicherheitsmann getötet, dann in einem Flur die Lehrerin und anschließend in einem Klassenzimmer die Waffe auf seine Mitschüler gerichtet, bevor er sich selbst erschoss. Rund eine Stunde nach dem Blutbad in der Schule seien in einem Haus die Leichen der Großeltern entdeckt worden, hieß es weiter.
Schockierte Schüler an der High School in Red Lake: Der Todesschütze soll gegrinst und gewunken haben, bevor er abdrückte
Ein Schüler sagte einem lokalen Fernsehsender, der Täter habe bereits vor einem Jahr davon gesprochen, die Schule "zusammenschießen" zu wollen. Das Gebäude wurde evakuiert und bis auf weiteres geschlossen.
Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei Weise um einen Einzeltäter handelt. Die Todesopfer seien alle in einem Raum erschossen worden. Alarmiert wurde die Polizei von Schülern, die über ihre Handys um Hilfe riefen. Polizisten hätten sich dann einen Schusswechsel mit dem Täter geliefert, bevor dieser sich in einem Klassenraum selbst erschossen habe.
Red Lake nach dem Massaker: Erschütterte Eltern ringen um Fassung
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