21. August 2005, 11:58 Uhr

Kiesbauer klagt an

BH weg, Kleid zerschnitten

Alles noch viel schlimmer: Nicht nur Hunger, Einsamkeit und Angst erlitt Arabella Kiesbauer bei ihrem Kurzaufenthalt in einem spanischen Gefängnis. Nein, sie musste auch noch ihren BH abgeben. Die TV-Moderatorin hat nun Anzeige gegen die Polizisten erstattet.

Kiesbauer: In Panik gegen die Tür getrommel
DPA

Kiesbauer: In Panik gegen die Tür getrommel

Hamburg - Nach ihrer unfreiwilligen Nacht in einer Zelle der Polizeiwache von Palma de Mallorca hat Arabella Kiesbauer die spanischen Sicherheitskräfte wegen Körperverletzung und sexueller Belästigung angezeigt, berichtet die "Bild am Sonntag" heute. Im dem Blatt berichtet die Moderatorin über ihre Festnahme: "Ein Polizist stieß mich zu Boden. Dann drehte er mir die Arme nach hinten und legte mir Handschellen an. Die zog er so eng zu, dass sie mir die Haut aufscheuerten. Mein Körper ist von Blutergüssen übersät."

Auf der Wache habe sie dann ihren BH abgeben müssen, beschwert sich Kiesbauer weiter. Da ihr ein Polizist zuvor die Spaghettiträger des Sommerkleides durchgeschnitten hatte, habe sie die Kleidträger notdürftig verknoten müssen, um nicht oben ohne dazusitzen. In der Zelle habe sie dann allein und völlig im Dunkeln gesessen. Inzwischen habe sie sich in psychologische Behandlung begeben müssen, berichtet das Blatt. "Ich bekam eine Platzangstattacke, trommelte in Panik gegen die Tür."

Kiesbauer war mit ihrem Mann in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch auf der spanischen Ferieninsel inhaftiert worden - angeblich weil sie im Streit um ein Parkknöllchen zwei Polizisten gegenüber handgreiflich geworden war.

Bereits gestern hatte Kiesbauers Management schaurige Details in der "Bild" offenbart: "Es war wie im Mittelalter. Arabella bekam nichts zu essen oder zu trinken".


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