23. August 2005, 16:29 Uhr

Jahrhundert-Unwetter

Regenmengen auf Rekordniveau

In der Schweiz ist in den vergangenen Tagen vielerorts mehr Regen gefallen als je zuvor. Derartige Niederschlagsmengen treten nach Angaben von Meteorologen nur alle 300 Jahre auf. Auch in Deutschland maßen die Wissenschaftler Rekordmengen.

Bern - In Meiringen im Berner Oberland fielen von Sonntagabend bis heute Morgen binnen 48 Stunden 205 Liter Wasser pro Quadratmeter, teilte der Wetterdienst MeteoSchweiz mit. Der bisherige Rekord lag bei 159 Litern und stammt aus dem März 1896. In Marbach im Kanton Luzern wurde mit 182 Litern pro Quadratmeter ebenfalls ein neuer Rekordwert erreicht. Statistisch gesehen rechnen Experten mit derartigen Niederschlagsmengen nur etwa alle 300 Jahre, erklärte MeteoSchweiz.

In Deutschland fielen teilweise binnen 24 Stunden zwischen 100 und 150 Liter Regen pro Quadratmeter. Auf der Mindelheimer Hütte im Allgäu maß der Wetterdienst Meteomedia rekordverdächtige 217 Liter, in Oberstaufen waren es 148 Liter, in Garmisch-Partenkirchen 105 Liter. Normalerweise fallen in dieser Region im gesamten Monat August 200 Liter Niederschlag.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist aber ein Ende des Dauerregens am Alpenrand in Sicht: Für heute Abend und die kommende Nacht sagen die Experten ein spürbares Abklingen der Niederschläge voraus. Morgen seien nur noch geringe Regenmengen zu erwarten, der Donnerstag werde überwiegend trocken. Damit sollte sich die Hochwassersituation ab Wochenmitte allmählich entspannen, hieß es. Zwar seien am Freitag erneut Regenfälle am Alpenrand zu erwarten, jedoch seien die Mengen gering.


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