07. September 2005, 17:13 Uhr

Hurrikan

Fluthilfe bleibt im Amtsfilz hängen

Wegen ihres mangelhaften Krisenmanagements nach dem Hurrikan "Katrina" steht die US-Regierung ohnehin schon in der Kritik. Jetzt berichtet die "Washington Post" auch noch, dass ein Großteil der ausländischen Hilfe die Opfer nicht erreicht - wegen bürokratischer Hindernisse.

In Peking werden Hilfsgüter für die Flutopfer verladen: Bürokratische Hürden
AFP

In Peking werden Hilfsgüter für die Flutopfer verladen: Bürokratische Hürden

Washington - Die Katastrophenschutzbehörde Fema und das US-Außenministerium hätten sich in der Bürokratie verstrickt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Diplomaten und Mitarbeiter des US-Außenministeriums. Ein deutsches Telekommunikationssystem und zwei Techniker für das Katastrophengebiet seien etwa vier Tage lang aufgehalten worden, weil erst Telefonate zwischen Fema, Außenministerium, Rotem Kreuz und sogar dem Kongress geführt werden mussten. Ein genau benannter Empfänger habe gefehlt, hieß es.

Schweden habe eine Trinkwasseraufbereitungsanlage sowie ein Mobilfunk-Netz aufbauen wollen. Das US-Außenministerium habe eine Fluggenehmigung aber verweigert, sagte ein schwedischer Botschaftsmitarbeiter. Ähnliche bürokratische Hindernisse gab es laut Zeitung auch bei anderen Hilfsangeboten, von Bananen aus Panama bis zu britischen Technikern.

Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, einige Hilfsangebote seien angenommen worden, andere müssten erst von Spezialisten überprüft werden. Laut einer Fema-Sprecherin werden alle Angebote in eine zentrale Datenbank aufgenommen. Die Behörde wolle jedoch nicht alles sofort einsetzen, "egal, ob wir es brauchen oder nicht". An Hilfe aus dem Ausland mangelt es indes nicht. Hier eine Zusammenstellung der angebotenen Hilfslieferungen:


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