Hamburg - Katholiken fühlen weniger Stress als Menschen anderen Glaubens. Das ist das Ergebnis der Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Thema "Zeit" für das Magazin "Geo Wissen". Etwa jeder dritte Deutsche (38 Prozent) gab dabei an, unter Stress zu leiden. 1993 hatte der Anteil bei 35 Prozent gelegen. Rund 60 Prozent hielten sich für stressfrei. Darunter waren mit 67 Prozent besonders viele Katholiken. Protestanten hielten sich zu 58 Prozent für stressfrei, andere Befragte zu 52 Prozent.
Rosenkranzgebet: Katholiken leiden weniger unter Stress
Zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung gibt es allerdings eine große Diskrepanz: 79 Prozent aller Befragten meinten, dass die meisten Deutschen unter Stress leiden. Typische Stresssituationen sahen die Befragten beim Einkaufen (51 Prozent), im Beruf (47 Prozent), beim Warten (43 Prozent), bei der Hausarbeit (41 Prozent) und beim Autofahren (35 Prozent). Als langweilig empfunden wurde Warten (43 Prozent), Hausarbeit (25 Prozent), Bus- und Bahnfahren (25 Prozent) sowie das Fernsehen (23 Prozent).
Auf die Frage "Wenn es möglich wäre, bei guter Gesundheit 150 Jahre alt zu werden: Würden Sie gerne so lange leben wollen?" hatte 1956 noch mehr als jeder Zweite (55 Prozent) mit "Ja" geantwortet. 1993 war es noch mehr als jeder Dritte (38 Prozent), im Jahr 2004 aber nur noch jeder Vierte (26 Prozent).
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