Berlin - Die Schilderungen von Schauspieler Heiner Lauterbach in seiner Autobiografie "Nichts ausgelassen" haben rechtliche Konsequenzen. Lauterbachs enger Freund und Kollege Heinz Hoenig hat per einstweiliger Verfügung vor dem Berliner Landgericht eine Gegendarstellung in der "Bild"-Zeitung erwirkt, sagte eine Sprecherin des Gerichts heute. Die Zeitung hatte Passagen aus dem Buch abgedruckt, in dem Hoenig namentlich im Zusammenhang mit einem Alkoholgelage genannt war. "Wir prüfen das jetzt", sagte ein "Bild"-Sprecher zu dem Gerichtsbeschluss. Näher wollte er den Fall nicht kommentieren.
Kollegen Heinz Hoenig und Heiner Lauterbach, mit Jenny Elvers (1999): Seit Jahren gute Freunde
Lauterbach selbst hatte in einem Interview am Wochenende betont, er vertrete alles, was er geschrieben habe. "Wenn man das ganze Buch liest, ist alles in Ordnung. Sonst hätte ich das auch gar nicht gemacht mit Freunden", sagte er. Ärger habe er mit den in seiner Autobiografie erwähnten Kollegen wie Hoenig oder auch Til Schweiger "überhaupt nicht". Der Verlag sieht sich nicht in der Verantwortung: "Wir haben getan, was zu tun war als seriöser Verlag", stellte eine Sprecherin von Droemer klar. Bislang gebe es für den Verlag keine juristischen Auseinandersetzungen wegen des Buchs.
Das mehr als 400 Seiten starke Werk, in dem es in weiten Teilen um Sex und Drogen geht, ist seit Freitag im Buchhandel. Lauterbach startet heute in Berlin eine Lesereise durch Deutschland.
Marina Antonioni, ddp
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