Offenbach - Am Donnerstag sind am Rhein und an windgeschützten Seiten des Mittelgebirges Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 20 Grad möglich. Aber auch die anderen Teile des Bundesgebiets dürfen sich auf viel Sonne und 13 bis 17 Grad freuen.
Die Sonne kehrt zurück: Mitten im November erwarten Meteorologen bis zu 20 Grad
Für Freitag und Samstag prognostizieren die Meteorologen bereits wieder wechselnde bis starke Bewölkung mit viel Regen und einzelnen Schauern. Es bleibt aber relativ warm mit 9 bis 15 Grad.
Erst am Sonntag und Montag gehen die Temperaturen allmählich zurück. Bei 7 bis 12 Grad muss auch weiterhin mit Niederschlag gerechnet werden.
Klimawandel in der Nordsee
Die Nordsee hat einen neuen Temperaturrekord für den Monat Oktober aufgestellt. Mit durchschnittlich 14,2 Grad sei das Wasser 2,4 Grad wärmer als der langjährige Mittelwert von 1968 bis 1993 gewesen, sagte der Klimaexperte im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Hartmut Heinrich. Damit sei der bisherige Rekordwert von Oktober 2005 noch einmal um fast ein Grad übertroffen worden.
Heinrich wertete die Erwärmung als "untrügliches Zeichen für den beginnenden Klimawandel in der Nordsee". Seit Beginn der Messungen im Jahre 1968 habe die mittlere Wassertemperatur in dem Randmeer des Atlantischen Ozeans etwa 25 Jahre lang im Oktober stets um 11,8 Grad geschwankt. Doch bereits ab 1993 sei ein kontinuierlicher Anstieg erkennbar gewesen. Mit durchschnittlich 0,13 Grad pro Jahr stiegen die Temperaturen seither um insgesamt 1,7 Grad an.
Ursache für den diesjährigen Spitzenwert ist laut Heinrich die extreme Hitzeperiode im Juli, als die Wassertemperatur um 4,1 Grad anstieg und damit das für diesen Sommermonat übliche Plus gleich um das Doppelte übertraf. Außerdem sei auch der September außergewöhnlich warm gewesen.
Der Rekordwert 2006 sei aber kein Einzelfall mehr. Die Nordsee befinde sich "seit 1988 anhaltend in der längsten und intensivsten Warmphase seit Beginn der Messungen im Jahr 1873", sagte Heinrich.
Normalerweise hätte längst wieder eine Kaltphase folgen müssen. Zudem werde die Nordsee auch im Winter mit immer wärmerem Wasser aus dem Ozean versorgt. Die oberen Wasserschichten des Nordatlantiks hätten sich während der vergangenen 18 Jahre ebenfalls deutlich erwärmt. Als Folge werde sich der Lebensraum Nordsee etwa durch die Einwanderung von Meerestieren und -pflanzen aus der Biskaya "spürbar verändern".
jjc/AP/ddp
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