Kopenhagen - Mehrere Demonstranten und Polizisten wurden verletzt, als der friedliche Protest gegen die Schließung eines Jugendheims in Kopenhagen plötzlich in Straßenkrawalle umschlug. Rund 1000 Menschen hatten sich zu der nicht genehmigten Veranstaltung versammelt. Mitglieder der autonomen Szene bewarfen die Beamten mit Pflastersteinen und Flaschen, zerstörten Schaufensterscheiben und errichteten Barrikaden. Die Polizei setzte Tränengas ein.
Randale in Kopenhagen: Polizeiwagen überrollte Demonstranten
Augenzeugen berichteten, dass Polizeiwagen Demonstranten überfahren hätten. Ein Polizist soll durch einen Steinwurf schwere Schädelverletzungen erlitten haben. Ein Demonstrant verlor mehrere Finger, als ein Kanonenschlag in seiner Hand explodierte.
Die Polizei begründete ihr hartes Vorgehen mit der Verletzung des in Dänemark geltenden Vermummungsverbotes. Das Jugendheims Ungdomhuset ist seit fast 25 Jahren Anlaufstelle für linke Jugendliche. Die Stadt hat das Gebäude an eine christliche Gemeinde verkauft und will es nach Neujahr räumen lassen.
agö/AFP/dpa
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