Hamburg - Das große Spiel geht weiter - mit immer mehr Geld im Jackpot. Am Mittwoch könnte ein Lotto-Spieler binnen Minuten zum Multimillionär werden. Für sechs Richtige mit Superzahl gibt es 43 Millionen Euro - so viel wie nie zuvor.
Der Gewinner kann sich dann endlich all das leisten, was nur Superreichen möglich ist: die eigene Firma aufkaufen, den Chef feuern. Oder den Lieblingsfußballverein vor dem finanziellen Ruin retten. Eine Luxusyacht anschaffen. Oder eine eigene Insel.
Natürlich lässt sich mit 43 Millionen Euro eine Menge Sinnvolles tun - eine Stiftung gründen, Hilfsorganisationen unterstützen, die Umwelt schützen. Und auch für einen Multimillionär reichen selbstverständlich ein Kleinwagen, eine Durchschnittswohnung und ein Pauschalurlaub. Doch Kreativität ist erlaubt. SPIEGEL ONLINE zeigt, für wie viel Luxus die Rekordsumme reichen würde:
Schöner unterwegs auf den Straßen
Bugatti Veyron: Luxusflitzer für 1,1 Millionen Euro - mindestens
Der Wagen schafft eine Spitzengeschwindigkeit von 407 Stundenkilometern. Dafür braucht das Auto spezielle Reifen, die rund 4000 Euro kosten. Die Luxuskarosse an sich kostet insgesamt mindestens 1,1 Millionen Euro. Sie könnten sich also gerundet 39 Stück kaufen.
Dreieinhalb Jahre im Superhotel
"Playboy"-Gründer Hefner: Suite mit Häschen-Pool und Wasserfall
Wer lieber Eigentum erwerben möchte, kann es mit einem eigenen Eiland versuchen. Mit 43 Millionen Euro reicht der Jackpot sogar für die teuerste Privatinsel der Welt. Laut dem US-Magazin "Forbes" ist das die "Isla de sa Ferradura". Sie liegt in der Nähe von Ibiza und kostet 32,9 Millionen Euro.
Unterwäsche mit Klunkern
Supermodel Klum im teuersten BH der Welt
Etwas günstiger und auch öffentlichkeitstauglicher ist ein Bikini in Pink, den ein Model im September 2004 auf der Londoner Fashion Week präsentierte: Er ist übersät mit kleinen Diamanten und hat einen Wert von 2,8 Millionen Euro.
Make-up für richtig viel Moneten
Sie möchten in der Damentoilette einer Großraumdisco mal so richtig angeben und mit Ihrem Reichtum protzen? Dann ist diese Wimperntusche genau das Richtige: Das kleine Fläschchen Mascara ist über und über mit Swarovski-Steinchen besetzt und kostet 589 Euro. Ob es sich damit schöner klimpern lässt? Vermutlich nicht. Denn so teuer ist das Produkt schließlich nicht wegen des Inhalts, sondern wegen der Verpackung.
Das ziemlich exquisite Lotto-Menü
Satt wird man zwar nicht davon, es schmälert allerdings erheblich das Portemonnaie: Eine Portion iranischer Beluga-Kaviar ist sündhaft teuer. Ein Kilo der winzigen Fischeier kostet 7071 Euro und landete laut "Feinschmecker" auf Platz zwei der teuersten Speisen und Getränke. Übertroffen wird der Rogen für Reiche allerdings von einem edeln Tropfen aus dem Jahre 1787. Der Chateau d'Yquem Sauternes tilgt gleich 46.228 Euro vom Lotto-Konto. Wer nach Wein und Kaviar zwar ärmer, aber nicht satt ist, gönne sich doch ein Omelett für 770 Euro oder einen Eisbecher - laut Liste zum gleichen Preis.
Briefmarken für Protzer
Eigentlich heißt die goldene Regel für alle Lotto-Gewinner: Klappe halten. Man sollte es tunlichst vermeiden, seinen Gewinn in die Welt hinauszuposaunen. Wer's nicht lassen kann und der Verwandtschaft unmissverständlich vom neuen Reichtum berichten will, kann eine Postkarte verschicken und diese mit einem echten Sammlerstück bekleben. Die teuerste Briefmarke der Welt hat einen Wert von 1,8 Millionen Euro und wurde 1996 in Genf verkauft. Der berühmte schwedische Fehldruck (gelb statt grün) ging damals allerdings an einen unbekannten Käufer. Und ob die Post die Sendung mit einer solch seltsamen Marke ausliefern würde, ist fraglich.
Von Abramowitsch lernen
Der russische Mogul Roman Abramowitsch kann sich leisten, wovon andere nur träumen. Und daran wird auch ein 43-Millionen-Euro-Gewinn nichts ändern - denn die neue Yacht des Milliardärs kostet dem Vernehmen nach mindestens 200 Millionen Euro.
Fußballfreund Abramowitsch: Ein Herz für die dritte Liga?
Auch eine Abramowitsch-Idee: einen Sportverein erwerben. 2003 kaufte er den englischen Fußballclub Chelsea London für 210 Millionen Euro. Angesichts des Jackpots ist das dann doch eine Liga zu hoch. Aber für einen Zweit- oder Drittligisten könnte es schon reichen. Zumindest befänden Sie sich in prominenter Gesellschaft: Flavio Briatore und Bernie Ecclestone haben den englischen Zweitliga-Fußballclub "Park Rangers" gekauft.
... und zur Feier des Tages ...
Zum Nachtisch eine Zigarre gefällig? Für Neu-Millionäre sind Selbstgedrehte, Billigtabak und Nelkenzigaretten fast schon tabu. Besser raucht sich's - das jedenfalls behaupten Kenner - mit der Montecristo A Kuba. Das Rauchwerk ist 238 Millimeter lang, hat einen Durchmesser von knapp zwei Zentimetern und hält angeblich mindestens zwei Stunden. Kostenpunkt: 40 Euro. Das können sich auch Lotto-Nieten leisten. Einmal im Jahr. Wenn's gut läuft.
nsu
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