28. November 2009, 00:32 Uhr

Bangladesch

Fähre mit mehr als tausend Passagieren gesunken

Vor der Insel Bhola ist am Freitag eine Fähre mit mehr als tausend Passagieren gekentert. Mindestens sieben Menschen starben, Dutzende werden noch vermisst. Grund für das Unglück: Das Schiff war völlig überladen.

Dhaka - Bei einem Schiffsunglück in Bangladesch sind am Freitag mindestens sieben Menschen ertrunken. Dutzende Passagiere werden nach Polizeiangaben noch vermisst. Die Fähre "Coco-4" hatte demnach Kurs auf einen Flussanleger auf der Insel Bhola genommen, als sie kenterte. Laut eines Polizeisprechers ist die Fähre mit mehr als tausend Passagieren völlig überladen gewesen.

Polizisten, Feuerwehrleute und Anwohner eilten in das rund 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka gelegene Dorf, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen. Viele Passagiere konnten an Land schwammen und sich retten. Wie viele Menschen noch in den Kabinen eingeschlossen sind, ist noch unklar. Feuerwehr und Freiwillige versuchten, die Kabinen mit Schneidbrennern zu öffnen.

Schiffsunglücke sind in Bangladesch keine Seltenheit. Die 230 Flüsse des Landes werden von Millionen Menschen als Verkehrswege genutzt. Die Sicherheitsbestimmungen sind in einem der ärmsten Länder der Welt mangelhaft und die Boote oft überladen.

lgr/AFP


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