NRW, Berlin und Bayern Sechs Festnahmen bei Schlag gegen internationalen Drogenring

Polizei und Zoll haben einen Drogenschmugglerring auffliegen lassen, der Köln und Berlin mit Marihuana versorgt haben soll. In der Hauptstadt, Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden sechs Verdächtige festgenommen.

Marihuana (unten) liegt - verpackt in Plastikbeuteln - in Obstkisten
DPA

Marihuana (unten) liegt - verpackt in Plastikbeuteln - in Obstkisten


Beamten von Polizei und Zoll ist ein Schlag gegen eine internationale Drogenbande gelungen. Sie soll vor allem die Szene in Köln und Berlin mit Marihuana versorgt haben. Bei Einsätzen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin seien in den vergangenen Monaten insgesamt sechs Männer festgenommen worden, teilte die federführende Staatsanwaltschaft Hof und die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Nordbayern in Nürnberg mit. Die Verdächtigen sollen Hunderte Kilo Marihuana in Umlauf gebracht haben.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war demnach der zufällige Fund von etwa hundert Kilogramm Marihuana auf einem mit Pfirsichen beladenen Lastwagen im August im Landkreis Hof. Der 32 Jahre alte Lkw-Fahrer sei damals festgenommen worden.

Einen Monat später sei ein aus Spanien kommender Melonen-Lastwagen mit weiteren hundert Kilo Marihuana abgefangen worden. Auf den Lastwagen stießen die deutschen Ermittler eigenen Angaben zufolge auch mit Hilfe der Behörden in Rumänien und Spanien. In der Folge habe es drei weitere Festnahmen gegeben.

Schließlich seien die Ermittler an den mutmaßlichen Organisator der Schmuggelfahrten herangekommen, hieß es. Sie konnten den 37-jährigen Geschäftsmann demnach vor drei Wochen in Köln festnehmen. Ein weiterer Verdächtiger sei vor zwei Wochen in Berlin festgenommen worden, er soll das Rauschgift weiterverteilt haben. Alle sechs Männer befinden sich in Untersuchungshaft.

Bei den Ermittlungen sei in Dormagen eine Marihuanaplantage mit rund tausend Pflanzen entdeckt worden. Zudem beschlagnahmten die Einsatzkräfte zahlreiche elektronische Datenträger, ein Luxusauto und rund 50.000 Euro Bargeld.

wit/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.