Augenblick: Wild, aber nicht frei
Jedes Jahr im Sommer vollzieht sich im spanischen Gallizien ein althergebrachtes brutales Ritual: "Rapa das Bestas", heißt es im Original, "die Bestien scheren". Dabei treiben die Männer die Wildpferde aus den Bergen hinunter ins Tal. Unten angekommen werden die panischen Tiere zu Boden gerungen. Die Dorfbewohner schneiden ihnen die Mähnen und den Schweif ab und markieren mit Scheren das Fell der Fohlen. Die Zeiten der Brandzeichen sind inzwischen vorbei. Die jungen Hengste werden meist verkauft und gegessen, die Stuten werden zurück in die Berge getrieben.
Garañons wird die Rasse der Wildpferde in Gallizien genannt. Heute ist die von Tierschützern kritisierte "Rapa das Bestas" fast eine Art Volksfest. Früher ging es den Männern auch darum, die Freiheit und den Mut der Tiere in sich aufnehmen.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
- alles aus der Rubrik Panorama
- Twitter | RSS
- alles zum Thema Augenblick
- RSS
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
MEHR AUS DEM RESSORT PANORAMA
-
Chai Time
Lebe lieber ungewöhnlich - Korrespondent Hasnain Kazim beschreibt die Kuriositäten des Alltags in Südasien. -
kurz & krass
Heute schon gestaunt? Die skurrilsten Kurzmeldungen der Woche -
Wetter
So wird's: Prognosen und Warnungen, Biowetter, Radar- und Satellitenbilder -
Justiz
Alles, was Recht ist: Gisela Friedrichsen berichtet aus dem Gericht -
Katastrophen
Vergessene Krisen: Reporter berichten aus aller Welt über die Folgen dramatischer Ereignisse
