Abgestürzte Air-France-Maschine Tauchroboter suchen erneut nach Wrack

Die Suche geht weiter: Mehr als anderthalb Jahre nach dem Absturz des Air-France-Fluges 447 sollen weitere Tauchgänge Klarheit über die Unglücksursache bringen. Noch immer ist der Flugschreiber nicht gefunden worden.


Paris - Mehr als eineinhalb Jahr nach dem Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantik mit 228 Toten soll im März eine weitere Suchaktion nach dem verschollenen Flugschreiber anlaufen. Das Vorhaben wird von Airbus und von Air France finanziert. Die beiden Unternehmen hätten zusammen 9,2 Millionen Euro bereitgestellt, teilte das französische Verkehrsministerium am Freitag in Paris mit.

Mit Hilfe von drei Tauchrobotern soll von der dritten Märzwoche an noch einmal eine Meereszone von 10.000 Quadratkilometern abgesucht werden. Eines der Hightech-Geräte stellt das Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-Geomar zur Verfügung. 28 der 228 Opfer waren Deutsche.

Die Suche ist für die Hinterbliebenen die wohl letzte Hoffnung, Gewissheit über das genaue Schicksal der Passagiere von Flug AF 447 zu bekommen. Der Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf dem Nachtflug von Rio nach Paris mitten in einer Unwetterfront abgestürzt, nachdem die Geschwindigkeitsmesser und mehrere Geräte ausgefallen waren. Die genaue Unglücksursache ist aber nach wie vor unbekannt.

Die automatisch gefunkten Meldungen des Flugzeugs und die aus dem Atlantik gefischten Wrackteile reichen nicht aus, den Hintergrund der Katastrophe zu klären. Die ersten drei Suchen nach Wrack und Flugschreibern waren erfolglos geblieben. Der neue Versuch kann bis Juli dauern.

jdl/dpa



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