Hipster-Olympiade in Berlin Hoch die Hornbrille!

Es geht um den Titel "Hipster des Jahres 2012": Ein ungewöhnlicher Sport-Wettkampf hat in Berlin mehrere hundert Besucher angelockt. Die Teilnehmer treten dabei in Disziplinen an, die garantiert nie olympisch werden - zum Beispiel im Hornbrillen-Weitwurf und Röhrenjeans-Tauziehen.


Berlin - Berlins Szenegänger haben sich am Samstag bei einer großen Hipster-Olympiade gemessen. Hunderte Zuschauer sahen sich das nicht ganz ernst gemeinte Spektakel auf dem Gelände des Postbahnhofs im Stadtteil Friedrichshain an. Bei der zweiten Auflage des Sportfests traten zwölf Mannschaften mit je fünf Teilnehmern gegeneinander an, wie Organisator Christian Bernikas sagte. Sie messen sich in Disziplinen wie Jutebeutel-Sackhüpfen, Hornbrillen-Weitwurf und Röhrenjeans-Tauziehen.

Die Veranstalter hatten sich die albernen Disziplinen ausgedacht, um das Hipstertum auf die Schippe zu nehmen - dieses merkwürdige Phänomen westlicher Großstädte wie New York, London, Barcelona oder eben Berlin. Klar ist: Hipster wollen rebellisch und individuell erscheinen. Weil sich bei ihnen aber alles ums eigene Aussehen und die neuesten Apps und Accessoires dreht, haben sie für eine echte politische Haltung keine Zeit.

Zum Auftakt des Spektakels wurde ein "Hipster-Manifest" verlesen, das sich mit Forderungen an die Stadt Berlin wendet: zum Beispiel dem Wunsch, mehr iPhone-Ladestationen in der U-Bahn anzubieten.

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Hipster-Olympiade: Sportwettkampf für Nerds
Mit dem Wettstreit wollen die Initiatoren der Jugendszenefigur des Hipsters "den Spiegel vorhalten". An dem Sportfest nehmen den Angaben zufolge sowohl Hipster als auch Leute teil, die nicht zur Szene gehören.

sto/dapd/dpa



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