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Brand auf Adria-Fähre: 15-Jährige aus Peine unter den Todesopfern

Ein Feuerwehrmann am Wrack der Fähre "Norman Atlantic" in Brindisi Zur Großansicht
REUTERS

Ein Feuerwehrmann am Wrack der Fähre "Norman Atlantic" in Brindisi

Der Brand auf der Fähre "Norman Atlantic" kostete mindestens 13 Menschen das Leben. Jetzt wurde die Leiche eines Mädchens aus Peine gefunden. Die deutsche Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung will mit den Italienern zusammen ermitteln.

Peine - Bei dem Fährunglück in der Adria ist ein Mädchen aus Peine in Niedersachsen ums Leben gekommen. Dies bestätigte das Auswärtige Amt in Berlin. Der Vater habe die staatenlose 15-Jährige identifiziert, sagte ein Sprecher der Peiner Polizei. Somit sind bereits zwei Todesopfer aus Deutschland zu beklagen.

Die 15-Jährige war laut einem Bericht der "Peiner Allgemeinen Zeitung" mit ihrer Familie auf dem Unglücksschiff. Die Mutter des Mädchens werde noch vermisst, hieß es. Der Vater und die Schwester der Toten sollen inzwischen wieder zu Hause sein.

Die Fähre "Norman Atlantic" war Ende Dezember vom griechischen Patras ins italienische Ancona unterwegs, als ein Feuer an Bord ausbrach. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben. Laut Staatsanwaltschaft werden noch zehn bis 15 weitere vermisst, die genaue Zahl ist wegen unstimmiger Passagierlisten und möglicher blinder Passagiere weiter unklar. "Wir werden niemals wissen, wie viele blinde Passagiere an Bord waren und welches Ende sie gefunden haben", sagte Vize-Staatsanwalt Ettore Cardinali, der die Untersuchungen auf dem Schiff leitet.

Die Suche nach den Vermissten wurde durch Hitze und Rauch massiv behindert. In dem Wrack ist es nach wie vor sehr heiß, starker Wind fachte die Flammen an.

Klarheit über die Brandursache ist sobald nicht zu erwarten: "Es wird noch Wochen dauern, bis man hinein kann. Und die Untersuchungen sind nicht einfach", sagte Feuerwehrkommandant Michele Angiuli, der mit seinen Einsatzkräften gegen die Brände auf dem Schiff im Hafen von Brindisi kämpft.

Angiuli erklärte laut italienischen Medien, der Zugang zu einigen Bereichen des Autodecks sei bereits möglich, weitere Opfer seien dort aber noch nicht entdeckt worden. "Jedes einzelne Fahrzeug muss durchsucht werden", sagte er.

Nachdem die Leiche des Mädchens aus Peine und damit das zweite deutsche Opfer gefunden wurde, will die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) in dem Fall ermitteln. Direktor Volker Schellhammer will laut Radiosender NDR 90,3 die deutschen Überlebenden des Unglücks befragen. Zudem werde die BSU Italien anbieten, eigene Experten an Bord zu schicken.

VIDEO: Unglücksfähre nach Brindisi geschleppt

ala/dpa

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"Norman Atlantic": Das Wrack in Brindisi



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