Stärke 6,1 Schweres Erdbeben erschüttert Afghanistan und Pakistan

Die Erschütterungen waren bis ins indische Neu-Delhi zu spüren: In der Grenzregion zwischen Afghanistan und Pakistan hat sich ein heftiges Erdbeben ereignet.

Menschen nach Erdbeben in Rawalpindi (Pakistan)
AP

Menschen nach Erdbeben in Rawalpindi (Pakistan)


Ein schweres Erdbeben hat große Teile Afghanistans und Pakistans erschüttert. Angaben der US-Erdbebenwarte USGS zufolge hatte das Beben eine Stärke von 6,1, sein Zentrum lag im Hindukusch-Gebirge in einer Tiefe von 191 Kilometern, südlich der afghanischen Stadt Faisabad und nahe der pakistanischen Stadt Chitral.

Die Erschütterungen waren in vielen Städten zu spüren, auch in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad und in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi. Hunderttausende Menschen seien aus ihren Häusern gelaufen, meldete die Nachrichtenagentur dpa.

In Pakistan kam laut Nachrichtenagentur AFP ein Baby ums Leben, als im Haus seiner Familie in der südwestlichen Provinz Baluchistan das Dach einstürzte. Wie ein Behördenvertreter mitteilte, wurden neun weitere Familienmitglieder verletzt.

Nähere Angaben zu Opfern oder Schäden liegen noch nicht vor. In beiden Ländern sagten Regierungsbeamte, dass sie auf Schadensberichte warteten. In Baluchistan berichteten mehrere Medien über Schäden an Häusern.

In der pakistanischen Stadt Peschawar lösten die Erdstöße Panik aus. Dabei wurden vier Schülerinnen verletzt, wie dortige Behörden berichteten. "Es war furchteinflößend. Wir sind alle rausgerannt. Wir dachten, dass das Dach und die Wände auf uns stürzen", sagte ein Augenzeuge aus der nordpakistanischen Stadt Balakot.

In der Region sind Erdbeben sehr häufig. Im Oktober 2015 hatte ein Beben mit der Stärke 7,5 Afghanistan und Pakistan erschüttert. Dabei starben etwa 400 Menschen, zahlreiche Gebäude stürzten ein.

wit/dpa/AFP

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