Tödliches Zugunglück in Bayern Experten sollen Unfallursache klären

Im bayerischen Aichach ist eine Regionalbahn mit einem Güterzug kollidiert. Zwei Menschen starben, 14 Reisende wurde verletzt. Nun suchen Fachleute nach der Ursache für das Unglück.

AFP

Nach dem tödlichen Zugunglück im bayerischen Aichach haben Experten damit begonnen, die Unfallursache zu klären. "Die Kriminalpolizei war die ganze Nacht an der Unglücksstelle", sagte ein Polizeisprecher.

Neben Fachleuten von Polizei und Bahn soll im Laufe des Vormittags auch ein externer Gutachter vor Ort die Arbeit aufnehmen, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben Nord sagte. Bisher sei "noch gar keine Aussage" möglich, warum die beiden Züge auf demselben Gleis fuhren.

Am Montagabend war eine Regionalbahn mit einem stehenden Güterzug zusammengeprallt. Laut Polizei kamen dabei der 37 Jahre alte Lokführer des Personenzuges und eine 73 Jahre alte Passagierin ums Leben. Bei dem Unfall wurden demnach 14 Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren vor Ort.

Den Polizeiangaben zufolge war der Personenzug der Bayerischen Regiobahn mit knapp 20 Menschen an Bord auf dem Weg von Augsburg am Bahnhof in Aichach frontal auf den stehenden leeren Güterzug aufgefahren. Die beiden Züge seien nicht entgleist. Der Personenzug wurde an der Front eingequetscht. Wie schnell er unterwegs war, steht nicht fest. Unklar ist auch, ob möglicherweise Signale oder Weichen falsch gestellt waren.

Die als Folge des Unfalls gesperrte Bahnstrecke zwischen Augsburg und Ingolstadt werde frühestens am Nachmittag wieder freigegeben, sagte die Polizeisprecherin. Die Deutsche Bahn teilte mit, zwischen Radersdorf und Dasing sei ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden. Den Angaben zufolge fahren dort nur Regional- und Güterzüge, aber keine Fernverkehrszüge.

wit/AFP/dpa

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.