Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Flug QZ8501: Heck der abgestürzten Air-Asia-Maschine gefunden

Indonesisches Marineschiff im Suchgebiet: Heck von Air-Asia-Maschine gefunden Zur Großansicht
REUTERS

Indonesisches Marineschiff im Suchgebiet: Heck von Air-Asia-Maschine gefunden

Zehn Tage nach dem Absturz von Air-Asia-Flug QZ8501 in Indonesien haben Bergungsmannschaften das Heck des Wracks entdeckt. Die Ermittler hoffen, darin die Blackbox zu finden.

Jakarta - Seit Tagen war vermutet worden, Bergungskräfte hätten das Heck des in Indonesien abgestürzten Airbus 320-200 gefunden. Jetzt bestätigte der Chef der Bergungskräfte, Fransiskus Bambang Soelistyo, den Unterwasserfund. "Wir haben heute das Heck gefunden, das war unser Hauptziel", sagte er. Im Heck befinden sich bei den meisten Flugzeugen die Blackboxen, die Gespräche im Cockpit und technische Daten der Maschine aufzeichnen.

Der Airbus A320-200 war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Indonesien nach Singapur ins Meer gestürzt. Ermittler prüfen, ob schlechtes Wetter, ein mechanisches Problem oder ein Pilotenfehler den Absturz verursachten. Die Maschine war in die Javasee gestürzt. Der Pilot von Flug QZ8501 hatte keinen Notruf abgesetzt.

In Indonesien hat der Luftverkehr in den vergangenen Jahren geboomt. Billigflieger bieten teils Tickets für ein paar Euro an. Künftig soll das billigste Ticket höchstens 40 Prozent billiger sein als das teuerste, wie der Sprecher Hadi Djuraid sagte.

Bislang gibt es keine konkreten Hinweise darauf, dass laxe Sicherheitsvorkehrungen bei dem Unglück eine Rolle spielten. Dennoch will Indonesien als Reaktion auf das Unglück Dumpingpreise für Flugtickets verbieten. Hintergrund sei, dass Preiskriege Billigflieger zu Sparmaßnahmen zwingen könnten, welche die Sicherheit der Flugzeuge beeinträchtigen, sagte ein Sprecher des Transportministeriums im Fernsehen. "Die Maßnahme soll sicherstellen, dass Fluggesellschaften genügend Geld haben, um die Sicherheit zu verbessern."

ala/Reuters/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 19 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Wie weit weg ist denn das Heck?
izra_l. 07.01.2015
Welche Entfernung Liegt zwischen Heck und Rest der Maschine? Liegen die Teile im nahen Bereich von einigen hundert Metern auseiander oder sind es Kilometer?
2. Blackbox
sebastian.teichert 07.01.2015
Wie kann man denn bitte hoffen, dass man sie findet? Ich meine ist das Ding wie ein Osterei irgendwo im Flugzeug versteckt? Muss doch bei jedem Modell einen festen Platz haben.^^
3. BlackBoxen
ostborn 07.01.2015
Senden die keine Signale ?
4. Wat?
murksvomgurk 07.01.2015
"Hintergrund sei, dass Preiskriege Billigflieger zu Sparmaßnahmen zwingen könnten, welche die Sicherheit der Flugzeuge beeinträchtigen, sagte ein Sprecher des Transportministeriums im Fernsehen." Wenn der das wirklich so gesagt hat werde ich ich künftig in Indonesische Airlines investieren. Denn ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit. Es bringt aber mehr Geld in die Kasse, soviel ist sicher.
5. ...
MartinS. 07.01.2015
Zitat von izra_l.Welche Entfernung Liegt zwischen Heck und Rest der Maschine? Liegen die Teile im nahen Bereich von einigen hundert Metern auseiander oder sind es Kilometer?
Sie denken in falschen Maßstäben. "Einige hundert Meter" sind unter Wasser eine riesige Entfernung... bei schlechten Verhältnissen sogar gigantisch. Wenns um einen großen Brocken (wie ein Flugzeugheck), dann muss man bei einer Fläche von 1 km² trotzdem schon ein bisschen suchen. Wenn sie was kleineres finden wollen (zum Beispiel etwas in der Größe von nem Sitz), dann werden sie bei der Fläche aber schon mit einem mächtigen Aufwand konfrontiert. Das ist ne Waschküche mit derzeit recht schwerer See und miserablen Bedingungen unter Wasser. Wenn die Blackbox noch in ihrem Platz im Heck sitzt, dann sollte es kein größeres Problem sein, das Ding zu bergen. Suchen ist das schlimmste... Zugänglichkeit muss man sich vielleicht erst verschaffen, aber das ist machbar, auch wenns dank der Verhältnisse über und unter Wasser tatsächlich etwas dauern kann. Ansonsten ist das unter Wasser sehr schwer, etwas kleineres tatsächlich zu finden. Schon über Wasser muss man zunächst die korrekte Position finden (was nicht so leicht ist, wenns eben keinen Felsen oder was ähnliches hat), dann muss man runter und hat unter Wasser keine Fixpunkte in der Umwelt und die Orientierung an sich ist sehr schwer... da kann es sein, dass man schnell den selben Bereich viermal absucht und es nicht merkt. Zehn Meter nebendran war man dagegen noch gar nicht. (und etwas, das zehn Meter weit weg ist, ist bei mäßigen Verhältnissen schon kaum noch zu erkennen) Auf 30m Tiefe haben sie kaum noch Farbe, mäßiges Zwielicht, bei der See ne lausige Sichtweite, keinen Horizont zur Orientierung... und recht kurze Tauchzeiten. Das ist in etwa so, als würde man im Schwarzwald nen verlorengegangenen Handschuh suchen... zu Fuß... bei Nacht... mit ner Kerze
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Bevölkerung: 252,812 Mio.

Fläche: 1.910.931 km²

Hauptstadt: Jakarta

Staats- u. Regierungschef:
Joko Widodo

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Indonesien-Reiseseite



Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: