Außerplanmäßiger Stopp Airbus muss wegen kaputter Windschutzscheibe landen

Während des Fluges ist bei einer Passagiermaschine in China die Windschutzscheibe im Cockpit herausgebrochen. Der Co-Pilot wurde verletzt, das Flugzeug musste notlanden.


In China ist ein Passagierflugzeug wegen einer herausgebrochenen Windschutzscheibe im Cockpit außerplanmäßig gelandet. Der Co-Pilot der Maschine vom Typ A319 wurde verletzt, wie die chinesische Zivilluftfahrtbehörde CAAC mitteilte. Nach Angaben der Fluggesellschaft Sichuan Airlines erlitt auch noch ein weiteres Besatzungsmitglied Verletzungen. Passagiere kamen demnach nicht zu Schaden.

Die Scheibe auf der rechten Seite des Cockpits war den Angaben zufolge etwa eine halbe Stunde nach dem Start herausgebrochen. Das führte den Angaben zufolge neben einem heftigen Windsog zu einem Druckabfall. Der Airbus war ursprünglich auf dem Weg von der südwestchinesischen Stadt Chongqing nach Lhasa in Tibet gewesen. Er habe eine Notlandung in der Stadt Chengdu vorgenommen.

Die Fluggesellschaft machte zunächst keine Angaben dazu, wie es zu dem Defekt kommen konnte. Laut CAAC wurde eine Untersuchung eingeleitet. Videoaufnahmen von Passagieren, die von der staatlichen Zeitung "The Paper" veröffentlicht wurden, zeigten das Cockpit mit fehlender Scheibe sowie Schäden an Geräten. Auch aus der Decke gefallene Atemmasken waren zu sehen.

fok/dpa

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kb-fischer 16.05.2018
1. Bruch von Cockpitscheiben
Die Scheiben brechen nach meiner Einschätzung konstruktionsbedingt meistens von außen (unten) zur Mitte (oben). Dies liegt an einer „ungünstigen“ Ausführung der Scheibenanordnung und der Stabilität der Cockpithülle. Die Cockpithülle ist für diese Scheibenausführung vermutlich zu instabil. Bei Flugzeugen die häufig Turbulenzen durchfliegen sollten stärkere Probleme auftreten. Auffällig sind häufige Meldungen von gebrochenen Scheiben bei Airbus-Flugzeugen.
yvowald@freenet.de 16.05.2018
2.
Zitat von kb-fischerDie Scheiben brechen nach meiner Einschätzung konstruktionsbedingt meistens von außen (unten) zur Mitte (oben). Dies liegt an einer „ungünstigen“ Ausführung der Scheibenanordnung und der Stabilität der Cockpithülle. Die Cockpithülle ist für diese Scheibenausführung vermutlich zu instabil. Bei Flugzeugen die häufig Turbulenzen durchfliegen sollten stärkere Probleme auftreten. Auffällig sind häufige Meldungen von gebrochenen Scheiben bei Airbus-Flugzeugen.
Meinem Mann, früherer Starfighterpilot, zerschmetterte eine Möwe die Cockpit-Verglasung. Er konnte seinerzeit auf dem Fliegerhorst Wittmund, wo er selbst stationiert war, notlanden. Alles verlief glatt und mein Mann konnte unverletzt das Cockpit verlassen. Aber sein Fliegerhelm, seine Fliegerkombi: schrecklich, wie nach einem Blutbad. Aber das ist mittlerweile rund 30 Jahre her. Mein Mann hat seine Zeit als Jagdflieger bei der Bundesluftwaffe unbeschadet überstanden. Mit einigen Witwen seiner früheren Fliegerfreunde, die bei Starfighterflügen ums Leben kamen, bin ich noch heute befreundet.
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