Bunter Protest Rainbow Road in Sydney

Zur Schwulen- und Lesbenparade in Sydney wurde ein Straßenübergang in den Farben des Regenbogens gepinselt. Nun ließen die Behörden das Symbol wieder entfernen - und riefen damit bunten Protest hervor.

DPA

Sydney - Aus Protest gegen die Entfernung eines bunten Zebrastreifens haben Aktivisten an vielen Stellen Sydneys Straßenübergänge in Regenbogenfarben auf den Beton gemalt - laut Initiator Alex Greenwich an Dutzenden Stellen in der Millionenstadt.

Sydney hatte vor fünf Wochen zur Schwulen-und Lesbenparade einen offiziellen Übergang malen lassen. Aktivisten kämpften vergeblich darum, ihn zu erhalten. "Dies ist ein positiver und friedlicher Protest gegen die fiese und aggressive Aktion" der Stadt, sagte Greenwich, Abgeordneter im Regionalparlament des Bundesstaats New South Wales.

Die Behörden hatten den farbenfrohen Übergang auf der stark befahrenen Oxford Street in der Innenstadt am Donnerstag wie geplant entfernt. An der Stelle war vor 35 Jahren der erste Schwulenmarsch gestartet, den die Polizei damals brutal beendet hatte.

Vergeblich hatten sich 16.000 Menschen in einer Petition dafür starkgemacht, den bunten Übergang beizubehalten. Dieser sei zur Touristenattraktion geworden und gefährde die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, sagte der Verkehrsminister von New South Wales, Duncan Gay. "Es gab mehr als 15 Zwischenfälle in einem Monat. Da haben sich Leute auf den Übergang gelegt und gesetzt", sagte er. Es gab allerdings weder Unfälle noch Beschwerden von Autofahrern.

Auch Greenwichs Verweis auf den berühmten Zebrastreifen auf der Abbey Road in London, der 1969 das Cover des Beatles-Albums "Abbey Road" zierte, hatte nicht gefruchtet. Dort fotografieren sich jedes Jahr Tausende Touristen, bislang ohne Zwischenfälle. Der Londoner Übergang ist als Kulturerbe geschützt.

hut/dpa

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