Militärmaschine Mehr als 250 Tote bei Flugzeugabsturz in Algerien

In der Nähe der algerischen Hauptstadt Algier ist eine Militärmaschine abgestürzt. Wie das Verteidigungsministerium bestätigt, sollen deutlich mehr Menschen gestorben sein als zunächst angenommen.


Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Norden Algeriens ist die Zahl der Toten dem Verteidigungsministerium zufolge auf 257 angestiegen. Unter den Opfern waren dem Ministerium zufolge Armeeangehörige und deren Familien sowie die zehnköpfige Crew der Maschine. Zunächst war von etwa hundert Opfern die Rede gewesen. Das Unglück ereignete sich am Rande eines Luftwaffenstützpunkts.

Bei der verunglückten Transportmaschine handelt es sich um eine viermotorige Maschine vom Typ Iljuschin aus russischer Produktion. Die algerische Nachrichtenseite "Ennahar Online" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, die Maschine sei in der Provinz Blida verunglückt.

Die staatliche Nachrichtenagentur APS bestätigte, die Maschine sei kurz nach dem Start nahe dem Militärstützpunkt Boufarik abgestürzt. Das Flugzeug sei auf dem Weg in den Süden Algeriens gewesen; die Absturzursache ist bislang unklar.

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Flugzeugunglück in Algerien: Absturz bei Algier

Auf Fernsehbildern vom Absturzort waren in Flammen stehende Teile eines Flugzeugs sowie Rettungswagen auf einem Feld zu sehen. Boufarik liegt rund 30 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Algier.

Die Toten wurden den Angaben zufolge in das Militärkrankenhaus in Ain Naadja nahe Algier gebracht. Dort sollten sie identifiziert werden. Das Verteidigungsministerium teilte mit, der Generalstabschef der algerischen Armee habe den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Ein Komitee solle die Untersuchungen zum Absturz leiten, sagte er, nachdem er die Absturzstelle besichtigt hatte.

Es handelt sich um den schwersten Flugzeugabsturz der algerischen Geschichte. 2014 war schon einmal ein Militärtransporter im Norden des Landes verunglückt. Damals starben 77 Menschen. Zudem war es das schwerste Flugzeugunglück weltweit seit dem Abschuss des Malaysia Airlines Fluges MH17 im Juli 2014 über der Ostukraine.

bbr/mxw/AP/Reuters/dpa

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