"All you can eat": Restaurant wirft vielfräßige Stammgäste raus

Ein Restaurant in Brighton bietet ein "All you can eat"-Buffet an: Iss, bis nichts mehr reinpasst. Zwei kräftige Männer labten sich regelmäßig, doch nun müssen die Stammgäste draußen bleiben. Der Restaurantchef erteilte ihnen Hausverbot - sie hätten ihm das Geschäft kaputtgegessen.

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Corbis

Reichhaltiges Angebot: Stammgäste sind nicht immer die besten Freunde des Wirts

Speisen aus Vietnam, Thailand, China, Indien, der Karibik, Afrika und Europa. Fleisch, Meeresfrüchte, Gemüse, exotische Soßen. Ein Grillmeister, der alles frisch zubereitet. Den Teller selbst zusammenstellen, essen, so viel man möchte. Das Ganze für umgerechnet 15 Euro, Getränke exklusive, außer Wasser.

Das Restaurant "Gobi" in Brighton verspricht seinen Gästen, sie dürften sich "so oft Sie möchten" den Teller vollhauen. "All you can eat", iss bis nichts mehr reinpasst. In George Dalmon, ehemaliger Rugbyspieler, und seinen Kumpel Andy Miles passt viel rein: großes Körpervolumen, bemerkenswertes Fassungsvermögen.

Seit zwei Jahren kommen die beiden regelmäßig ins "Gobi". Stammgäste sind normalerweise die besten Freunde des Wirts, doch in Brighton ist das Gegenteil der Fall: Der Restaurantbesitzer nennt sie "Schweine".

Britische Medien zitieren den Mann, der namentlich nicht genannt sein wollte, mit den Worten, die beiden Männer würden ihnen das Geschäft kaputtessen. "Im Grunde kommen sie rein und stopfen sich voll." Nun habe er genug.

Dalmon berichtete, der Chef sei eines Tages zu ihnen an den Tisch gekommen und sei vor allen anderen Gästen ausgeflippt. "Er sagte, wir seien Schweine und erhielten ein Verbot auf Lebenszeit."

Der Restaurantbesitzer machte seine Lage deutlich: "Sie sind immer in großer Eile, allen anderen beim Essen zuvorzukommen, sie verderben alles." Dalmon und Miles würden die Chinapfannen leer essen, bevor sich überhaupt jemand dem Essen nähern könnte. "Wir können so nicht weitermachen."

Verschärfend kommt hinzu, dass die Freunde nicht nur viel essen, sondern zugleich wenig trinken: Alles außer Wasser kostet extra, die Männer blieben beim Wasser. Und an Trinkgeld war nie zu denken.

Dalmon versteht das Problem nicht: Das Restaurant solle das anbieten, was es bewirbt. "Sie haben nur kleine Schalen, da passt nicht genug rein, also holten wir immer neu nach." Doch der Chef bleibt dabei: "Wir sind kein Wohltätigkeitsverein, wir sind ein Unternehmen."

bim

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  • Mittwoch, 03.10.2012 – 11:08 Uhr
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