Ruderunfall auf der Alster Suche nach 13-Jährigem eingestellt

Für einen auf der Hamburger Außenalster verunglückten 13-jährigen Ruderer gibt es wohl kaum noch Hoffnung. Seit vier Tagen wird der Junge bereits vermisst - jetzt hat die Polizei die Suche eingestellt. Nur noch im Rahmen der Streife werde nach ihm Ausschau gehalten, hieß es.

DLRG-Boot auf der Außenalster: Vergebliche Suche mit Tauchern und Spürhunden
DPA

DLRG-Boot auf der Außenalster: Vergebliche Suche mit Tauchern und Spürhunden


Hamburg - Vier Tage nach einem Bootsunfall auf der Hamburger Außenalster hat die Polizei die gezielte Suche nach dem vermissten 13-Jährigen eingestellt. "Es ist alles abgesucht", sagte ein Sprecher. Die Wasserschutzpolizei werde jetzt noch im Rahmen der Streife nach dem Jungen Ausschau halten. Der 13-Jährige war beim Kindertraining seines Ruderclubs am Freitag mit seinem Boot gegen eine Boje gestoßen und gekentert. Helfer hatten seitdem vergeblich mit Spezialbooten, Tauchern und Spürhunden nach dem Jungen gesucht. Der Ruderclub setzte seine Flagge als Zeichen der Trauer auf Halbmast.

Der 13-Jährige hatte keine Schwimmweste getragen, das ist nach Auskunft der Schulbehörde - an einigen Hamburger Schulen wird gerudert - auch keine Pflicht. Die Hilfsorganisation DLRG fordert, alle Wassersportler sollten Rettungswesten tragen. "Bei Seglern ist es gängige Praxis, bei Ruderern aber nicht", sagte der Präsident des Hamburger DLRG-Landesverbandes, Heiko Mählmann. Die Westen behinderten die Sportler überhaupt nicht und würden automatisch im Wasser aufgeblasen.

Eine solche Leuchtweste hätte dem 13-Jährigen möglicherweise das Leben gerettet, sagte Mählmann. "Umstehende Passanten hätten gesehen, da ist was passiert." Nach Darstellung der Polizei war der Junge nach dem Kentern wieder aufgetaucht, hatte sich zunächst am Boot festgehalten und war in Richtung Ufer geschwommen. Dann wurde er nicht mehr gesehen.

rls/dpa



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