Andere Länder, andere Sitten Wirbel um Bushs Longhorn-Gruß

Viele Europäer, die Bushs Amtseinführung im Fernsehen verfolgten, staunten nicht schlecht: Der US-Präsident reckte breit grinsend vor laufenden Kameras Zeigefinger und kleinen Finger nach oben. Hatte der mächtigste Mann der Welt da etwa vor laufenden Kameras einen satanistischen Gruß vollführt?


Hamburg - Um es gleich vorweg zu nehmen: Der bekennende Christ Bush hat nicht die religiösen Fronten gewechselt. Die Handbewegung, die in Europa als Satansgruß gilt, hat in Bushs Heimatstaat Texas eine andere Bedeutung. Denn schließlich hat nicht nur der Teufel Hörner, sondern auch Longhorn-Rinder - dem Namen entsprechend sogar besonders lange.

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Andere Länder, andere Sitten: Wirbel um Bushs Longhorngruß

Der Gruß stammt von Sportveranstaltungen der "University of Texas Longhorns". Die Fans feuern ihre Mannschaften mit dem Ruf "Hook 'em, Horns!" ("Nehmt sie auf die Hörner, Jungs!") an. Bush hatte bei seiner Inaugurationsfeier die Marschkapelle der "Longhorns" gegrüßt, die bei der Feier in Washington zu seinen Ehren aufspielte.

Seine ganze Familie tat es ihm nach. "Schockgruß von Bush-Tochter", stand auf der Website der norwegischen Internetzeitung "Nettavisen" zu lesen. In Skandinavien ist der Gruß gebräuchlich unter Death-Metal-Bands und Fans. Auch in Italien kennt man die Handbewegung: Sie bedeutet so viel wie Gehörnter oder Betrogener - und gilt als rüde Beschimpfung.

Friederike Freiburg



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