Henry Worsley Britischer Abenteurer stirbt bei Antarktis-Expedition

Henry Worsley wollte in historischer Mission zu Fuß die Antarktis durchqueren. Doch kurz vor dem Ziel verließen ihn die Kräfte. Sein Tod bestürzt auch das britische Königshaus.

Henry Worsley (Foto von 2008): Der Tod kam 48 Kilometer vor dem Ziel
picture alliance/ PA Wire

Henry Worsley (Foto von 2008): Der Tod kam 48 Kilometer vor dem Ziel


Der britische Abenteurer Henry Worsley ist beim Versuch, als erster Mensch ohne Hilfe die Antarktis zu durchqueren, zu Tode gekommen. Wie seine Familie mitteilte, starb der 55-Jährige an vollständigem Organversagen in Folge einer bakteriellen Bauchfellentzündung.

Der frühere Offizier der britischen Armee befand sich etwa 48 Kilometer vom Ziel entfernt, als er am Freitag um Hilfe bat und per Hubschrauber abtransportiert wurde. Er habe über Erschöpfung und Dehydrierung geklagt, hieß es. Worsley wurde in ein Krankenhaus in Chile verlegt, wo er vergeblich operiert wurde.

Prinz William bestürzt

Worsley wollte innerhalb von 80 Tagen eine Strecke von 1600 Kilometern bezwingen. Er hatte die Reise im November angetreten. Seine Frau sagte, die Familie fühle eine "herzzerreißende Trauer". Worsley hatte durch seine Expedition etwa 140.000 US-Dollar an Spenden für verwundete Soldaten eingesammelt.

Der britische Thronfolger Prinz William, Schirmherr der Expedition, äußerte sich bestürzt über den Tod. William sagte, gemeinsam mit seinem Bruder Harry verliere er einen guten Freund. Worsley sei ein Mann "mit großem Mut" gewesen.

Prinz William, Worsley: "Guter Freund"
AFP

Prinz William, Worsley: "Guter Freund"

sms/AP



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 19 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
karlsiegfried 25.01.2016
1. Mein Beileid
Jedoch, niemand hat ihn dazu gezwungen und das Risiko war ihm bestimmt bekannt.
Hammelinda 25.01.2016
2. rätselhaft
da macht sich einer auf den lebensfeindlichsten kontinent der erde zu fuss zu durchqueren, und dann sowas...
tailspin 25.01.2016
3. Glaube ich nicht
Zitat von karlsiegfriedJedoch, niemand hat ihn dazu gezwungen und das Risiko war ihm bestimmt bekannt.
Ich glaube nicht, dass er dieses Risiko in Erwaegung gezogen hat: Ein bakterielle Bauchfellentzuendung auf einem Kontinent, wo es kaum Bakterien gibt.
MARF0815 25.01.2016
4. Re: Mein Beileid
Was soll diese absolut überflüssige Einschränkung? Was wollen Sie damit sagen? Dass Sie ein Langweiler sind, der es besser weiß, niemals Risiken eingeht und deshalb länger lebt?
uniman 25.01.2016
5. tailspin
die Bakterien bringt er ja auch selber mit... Ohne medizinier zu sein, schätze ich das so eine bauchfellentzündung ein allgemeines Erschöpfungssymptom sein kann oder vergleichbar einer Herzmuskelentzündung nach einer verschleppten Erkältung ist.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.