Antarktis: Mindestens drei Tote bei Feuer auf Fischtrawler

Aus bisher unbekannten Gründen ist auf einem südkoreanischen Fischtrawler in der Antarktis ein Feuer ausgebrochen. Drei Matrosen kamen ums Leben, zwei weitere erlitten schwere Verbrennungen.

Die unter südkoreanischer Flagge fahrende Jung Woo 2: Feuer an Bord Zur Großansicht
AP

Die unter südkoreanischer Flagge fahrende Jung Woo 2: Feuer an Bord

Wellington - Die "Jung Woo 2" war knapp 600 Kilometer nördlich der US-Basis McMurdo in der Antarktis in Bedrängnis geraten und gesunken, sagte Mike Roberts vom Rettungszentrum in Neuseeland. Das Feuer soll in einer Kajüte des 51 Meter langen Schiffs ausgebrochen sein und sich dann so schnell ausgebreitet haben, dass es nicht mehr unter Kontrolle zu bringen war. Die drei Männer wurden von den Flammen eingeschlossen.

Dank der schnell eintreffenden Hilfe eines Schwesterschiffs und eines Fischerboots konnten 37 Besatzungsmitglieder gerettet werden, darunter zwei bewusstlose Verletzte, die mit einem Kran von Bord geholt wurden. Fünf Männer wurden leicht verletzt.

Das Schwesterschiff "Jung Woo 3" und das koreanische Boot "Hong Jin 707" kamen den Seeleuten nach drei Stunden zur Hilfe. "Wir hatten großes Glück, dass wir 37 von 40 Männern retten konnten", sagte Roberts. "Der Brand war eine echte Katastrophe." Die Ursache sei noch unklar.

Ein US-Forschungsschiff, die "Nathaniel B. Palmer", sollte die Mannschaft gegen Abend erreichen, sagte Roberts. Die Verletzten sollten eine Erstversorgung erhalten und dann so schnell wie möglich auf die McMurdo-Basis gebracht werden.

Die 1985 in Japan gebaute "Jung Woo 2" gehört der Sunwoo Corporation und ist im südkoreanischen Busan registriert. Sie ist das zweite Fischerboot innerhalb weniger Wochen, das während der Saison in Seenot geriet.

Am 16. Dezember war die russische "Sparta" auf einen Eisberg gelaufen, der ein 30 Zentimeter großes Loch in den Rumpf riss und 32 Seeleute in Not brachte. Sie mussten zehn Tage ausharren, bevor Hilfe kam. Anfang der Woche hatte die "Sparta" einen Hafen in Neuseeland angelaufen.

alalAP/Reuters

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