Antwerpen Fahrt durch Einkaufsstraße - Polizei stoppt Verdächtigen

In Antwerpen hat die Polizei einen Mann gestoppt, der mit einem Auto in eine Einkaufsstraße gefahren war. Er soll dort versucht haben, in eine Menschenmenge zu rasen. In seinem Wagen fanden die Ermittler Waffen.

Polizisten und Experten des Kampfmittelräumdienstes im Einsatz in Antwerpen
AFP/ Belga

Polizisten und Experten des Kampfmittelräumdienstes im Einsatz in Antwerpen


Die belgische Polizei hat einen Mann festgenommen, der offenbar mit einem Wagen in eine Menschenmenge fahren wollte. Nach Angaben eines Polizeisprechers raste der Verdächtige mit hoher Geschwindigkeit durch die Haupteinkaufsstraße. Menschen hätten zur Seite springen müssen, hieß es.

Das Fahrzeug hatte laut Polizei ein französisches Kennzeichen. Der Fahrer trug demnach eine Tarnuniform. Antwerpens Polizeichef Serge Muyters sagte, der aus Nordafrika stammende Mann sei nach einer Verfolgungsjagd im Stadtzentrum gefasst worden. Der Festgenommene soll der Polizei nach Medienberichten wegen illegalen Waffenbesitzes bekannt sein.

Der Vorfall ereignete sich auf der bekannten Meir-Einkaufsstraße. In dem Wagen fand die Polizei verschiedene Stichwaffen, ein Gewehr und einen Kanister mit unbekanntem Inhalt, wie die belgische Staatsanwaltschaft in Brüssel erklärte. Das Fahrzeug war aufgefallen, weil der Fahrer über eine rote Ampel gefahren war. Nach Angaben von Belga war der Kampfmittelräumdienst im Einsatz.

In der Stadt seien zusätzliche Kräfte von Polizei und Armee eingesetzt worden. Der belgische Ministerpräsident Charles Michel bedankte sich über den Kurznachrichtendienst Twitter bei den Sicherheitskräften. Am Vortag hatte in London ein Mann mit einem Auto einen tödlichen Anschlag auf der Westminster Bridge verübt.

cnn/AFP/Reuters/dpa/AP



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