Arbeit bei Frost Die Kältehelden

2. Teil: Ballonfahrer Joachim Voigt: "Ohne Sonne hält man es nicht aus"


Ballonfahrer Voigt: "Ich liebe den Winter"
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Ballonfahrer Voigt: "Ich liebe den Winter"

Joachim Voigt, 48, schwebt in seinem Fesselballon 150 Meter hoch über Hamburg, die Luft ist klar, der Blick weit. Voigt hat die Hände in den Jackentaschen vergraben und sagt: "Ich mag's gern kalt." Die vereiste Elbe! Der Hafen! "Ich liebe den Winter!"

Am Morgen musste er den Ballon noch am Boden lassen, es war zu kalt, die Gastemperatur darf nicht unter minus zehn Grad fallen. Nun lassen die Bedingungen die Tour wieder zu.

Drei paar Socken, lange Unterhose, drei Pullover und dicke Winterjacke sorgen dafür, dass Voigt auch an diesem eiskalten Tag seinen Job machen kann. Handschuhe und Mütze seien bei diesen Temperaturen eigentlich Pflicht für die Gäste, sagt Voigt. Einige seien schon überrascht, dass es in der Höhe deutlich kälter ist: "Wenn der Wind ins Gesicht bläst, dann prickelt es ordentlich."

Voigt ist seit fast 20 Jahren Ballonfahrer. Im Winter steigt er normalerweise bis 20 Uhr auf. Doch in diesen Tagen ist das unmöglich, er muss früher Schluss machen. "Mit Sonnenuntergang ist Schicht", sagt er. "Ohne Sonne kann man es knicken, das hält man in der Höhe nicht aus."

Die meisten Fahrgäste, so erzählt Voigt schmunzelnd, hätten auch Nachmittags nach der Rückkehr auf den Boden nur einen Gedanken: "Schnell rein ins Warme."



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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
krause1983 07.02.2012
1. Wind bei einer Ballonfahrt?
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDeutschland bibbert, zittert, friert. Nachts fällt das Thermometer auf unter minus 20 Grad, gefühlt ist es auch tags kaum wärmer. Wer kann, bleibt an der Heizung. Wie aber helfen sich all diejenigen, die der Kälte im Job nicht entkommen können? http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,813614,00.html
Ich meine mich erinnern zu können, dass in einem Ballon absolute Windstille herscht, da man ja mit dem Wind reist. Dort oben kann man ohne Probleme ein Feuerzeug anmachen, und die Flamme wird nicht bzw. nur unwesentlich wackeln.
kht56 07.02.2012
2. Helden?
Wer in Deutschland arbeitet ist doch immer der Dumme, die Helden sind Gräberschaufler- haha. Das bei diesenTemperaturen Wasser aus dem Hahn fliesst,, Strom beim aufstehen aus der Dose kommt, im Supermarkt die Ware im Regal liegt und das Wasser /Bier billigst zu haben ist- das haben bestimmt die Ballonfahrer vollbracht. JOURNALISMUS ist doch wirklich Klasse, Text geschmiert, Geld kassiert. Ich lade den Texter mal zu einer Nachtschicht bei minus 20ºC ein.
aboers 07.02.2012
3.
Zitat von krause1983Ich meine mich erinnern zu können, dass in einem Ballon absolute Windstille herscht, da man ja mit dem Wind reist. Dort oben kann man ohne Probleme ein Feuerzeug anmachen, und die Flamme wird nicht bzw. nur unwesentlich wackeln.
Ein Fesselballon ist aber mit nem Seil am Boden fest, damit er nicht wegweht. Dort hat man sehr wohl Wind.
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