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Atlantik: Sturmflut trifft Küstenorte in Frankreich und Spanien

Fotostrecke: Riesenwellen am Atlantik Fotos
DPA

An der Atlantikküste hat eine Sturmflut erhebliche Schäden angerichtet. Bis zu zehn Meter hohe Wellen stürzten am Sonntag auf französische und spanische Küstenstädte. Dabei gingen unter anderem ausgerechnet ein Meeresmuseum und ein Wellnessbad zu Bruch.

Meterhohe Wellen und schwere Überschwemmungen haben am Sonntag an der französischen und spanischen Atlantikküste gewütet. Im Département Landes im Südwesten Frankreichs wurden Dutzende Anwohner in Sicherheit gebracht. Vielerorts beschädigten die Wassermassen Gebäude schwer, darunter ein Meeresmuseum in der spanischen Region Asturien.

Das Museum in Luarca hatte nach eigenen Angaben über eine der bedeutendsten Sammlungen von Riesenkalmaren in der Welt verfügt. Nun ist es zerstört. Der Direktor bezifferte den Schaden am Sonntag auf mehr als zwei Millionen Euro.

Bis zu zehn Meter hohe Wellen hatte das Sturmtief an die nordspanische Atlantikküste getrieben. In der Küstenstadt San Sebastián gelangten die Wellen bis in die Altstadt der baskischen Metropole. Wie die Online-Zeitung "elpais.com" berichtete, stand das Wasser zeitweise bis zu 1,50 Meter hoch in den Straßen. Drei Brücken, die über den Fluss Urumea führen, wurden beschädigt. Mehrere Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

Im Fischereihafen Bermeo bei Bilbao rissen die Wogen die Kaimauern teilweise ein. Sie versenkten drei Schiffe und überschwemmten mehrere Fischlagerhallen. In Zarautz und anderen Badeorten entlang der nordspanischen Küste zerstörten die Wellen Einrichtungen von Strandpromenaden. In der Region Kantabrien ergossen sich die Riesenwellen in der Hafenstrand Santander über den riesigen Strand Sardinero hinweg und setzten Geschäfte, Gaststätten und Garagen unter Wasser.

Evakuierungen in Frankreich

Auch französische Küstenorte wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. In Roscoff und Douarnenez schwappten die Wellen laut Behördenangaben so weit ins Landesinnere, dass die Glasfronten mehrerer Gebäude zerstört wurden. Beschädigt wurden unter anderem ein Krankenhaus, ein Hotel und ein Wellness-Bad, Verletzte gab es offenbar nicht. Im südlich gelegenen Hendaye brachte die Wucht der Gezeiten sogar eine Flutmauer auf hundert Meter Länge zum Einsturz.

Am Sonntagmorgen galten in neun westlichen Départements erhöhte Alarmstufen wegen Überschwemmungsgefahr. An einigen Abschnitten der Atlantikküste ist das Meer in den vergangenen Jahren so weit vorgerückt, dass nun Gefahr für Häuser und Menschen besteht. Sturmfluten wie die vom Wochenende verschärfen die Lage.

che/dpa/AFP

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insgesamt 16 Beiträge
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1. optional
Mandy 02.02.2014
Als Kontrast dazu Make no mistake – climate change will hit us hard. We need to clean up the mess before it is too late http://www.theguardian.com/environment/blog/2014/jan/31/climate-change-extreme-weather-earth
2.
agua 02.02.2014
Zitat von sysopDPAAn der Atlantikküste hat eine Sturmflut erhebliche Schäden angerichtet. Bis zu zehn Meter hohe Wellen stürzten am Sonntag auf französische und spanische Küstenstädte. Dabei ging unter anderem ausgerechnet ein Meeresmuseum und ein Wellnessbad zu Bruch. http://www.spiegel.de/panorama/atlantik-sturmflut-trifft-kuestenorte-in-frankreich-und-spanien-a-950659.html
Auch Portugal ist davon betroffen.Es ist die zweite Sturmflut, die erste war am 7.1.Dieses Mal ist Ovar besonders betroffen.
3.
agua 02.02.2014
Sturmflut in Portugal heute morgen und die Folgen:http://www.noticiasaominuto.com/pais/168118/agitacao-maritima-causa-estragos-materiais-avultados-no-furadouro
4. Die französischen Kernkraftwerke an
Promet 02.02.2014
der Atlantik- und Kanalküste waren sicherlich nicht gefährdet, wie etwa 1999: " Im gleichen Jahr wurde das AKW Blayais im Gironde-Delta aufgrund eines Sturms überschwemmt, mehrere Sicherheitsvorrichtungen fielen aus." (atomkraftwerkeplag)
5. Irland
siipina 02.02.2014
Auch Irland ist davon betroffen worden und es gab auch schwere Schaeden zum Beispiel ist Limerick ueberschwempt worden. Komisch das auch bei den letzten Stuermen nur bestimmte Laender erwaehnt wurden.
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