Australien Daumengroße Qualle tötet Touristen

Ein 44-jähriger Amerikaner ist bei einem Badeunfall vor der australischen Ostküste ums Leben gekommen. Eine giftige Miniqualle hatte den Mann gestreift.


Irukandji-Qualle: Bei Medusen-Alarm werden regelmäßig Strände an der Ostküste Australiens geschlossen
AP

Irukandji-Qualle: Bei Medusen-Alarm werden regelmäßig Strände an der Ostküste Australiens geschlossen

Sydney - Es ist in diesem Jahr bereits das zweite Mal, dass ein Tourist nach der Berührung mit einer Miniqualle stirbt. Im Januar konnte ein Brite nicht mehr gerettet werden, nachdem er mit den giftigen Tentakeln der daumengroßen Qualle in Berührung gekommen war. Nun überlebte der 44-jährige Amerikaner Robert King die Begegnung mit einer Meduse am Great Barrier Reef nicht, berichtete die australische Presse-Agentur AAP am Montag.

Wegen des starken Vorkommens giftiger Quallen an der Ostküste Australiens werden dort regelmäßig im Sommer Strände geschlossen. Trotzdem kommt es jährlich zu Hunderten solcher Berührungen, die jedoch bis zu den jüngsten Fällen nie tödlich endeten.

Vermutlich handelt es sich bei der beteiligten Art um die Irukandji-Qualle. Die giftigen Tentakel der daumengroßen Meerestiere können bis zu einen Meter Länge erreichen. Bei Berührung wird das so genannte Irukandji-Syndrom ausgelöst: starke Schmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Fieber, Angstzustände sowie ein Lungenödem oder Herzprobleme. Nach Angaben von Experten können auch einige andere Quallenarten diese Symptome auslösen.



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