Hund beim Halbmarathon "Und dann ist er mitgelaufen"

In zweieinhalb Stunden lief Hund Stormy einen Halbmarathon - trotz gelegentlicher Unterbrechungen. Zusätzlich zur Medaille bekommt der Streuner nun womöglich auch ein neues Zuhause.

Stormy beim Goldfields Pipeline Marathon
AFP/ Rhea Wholey

Stormy beim Goldfields Pipeline Marathon


21 Kilometer über roten Sand durch das australische Outback: Dieser Herausforderung stellten sich laut "Kalgoorlie Miner" kürzlich 102 Menschen - und ein kleiner, offenbar streunender Hund namens Stormy. Jetzt ist das Tier für seine spontane Teilnahme am Goldfields Pipeline Marathon mit einer Medaille ausgezeichnet worden.

"Die Leute waren sehr amüsiert. Ein sehr freundlicher Hund, der vor dem Start herumging und die Leute begrüßte. Und dann ist er mitgelaufen", sagte der Veranstalter, Grant Wholey. Allerdings habe Stormy das Rennen nicht ganz so ernst genommen wie seine menschlichen Kontrahenten, sagte Wholey dem Sender ABC: "Er hat wahrscheinlich ein bisschen Zeit an den verschiedenen Stationen damit verbracht, jeden zu begrüßen."

Anschließend habe sich der Streuner jeweils einem Läufer angeschlossen, um weiterzulaufen. Nach zweieinhalb Stunden kam er ins Ziel - eine durchschnittliche Zeit, aber beachtlich für den Hund, der kaum längere Beine als ein Dackel hat.

Wholey sagte, er habe das Tier vergangene Woche besucht und ihm eine Teilnehmermedaille verliehen in der Hoffnung, dass sich ein Halter melden würde. Nach dem Rennen nahmen sich zunächst Wildhüter des Hundes an, weil kein Halter ausfindig gemacht werden konnte.

Nach Angaben des Veranstalters kommt Stormy womöglich ursprünglich aus einer nahegelegenen Aborigine-Siedlung. Wenn sich nicht bald ein Besitzer melde, soll Stormy nach einer Woche zur Vermittlung freigegeben werden. Einige der Halbmarathonläufer hätten bereits Interesse angemeldet, sagte Wholey. "Er scheint ein sehr freundlicher, liebenswürdiger Hund zu sein. Er wird jemandem ein guter Begleiter sein."

Video: Mensch und Hund

Studio Hamburg Enterprises

bbr/AFP

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